Wenn sich das samtige Weiß eines Babypopos plötzlich in flammendes Rot verfärbt, kann das mehrere Ursachen haben. Oft sind es Nahrungsbestandteile auf dem Speiseplan der stillenden Mutter, die Babys Haut reizen - zum Beispiel die Säure aus Zitrusfrüchten, Beeren und Tomaten oder aber Spuren aus Milch, Hülsenfrüchten oder Fertiggerichten. Weil bestimmte Schutzmechanismen der jungen Haut noch nicht voll funktionieren, ist sie für Keime ein leicht zu eroberndes Terrain.
Säuglinge vom neunten bis zwölften Monat entwickeln besonders leicht einen Windelausschlag. Denn ihre Haut produziert in dieser Zeit wenig schützenden Talg, ist ausgesprochen zart und sehr sensibel gegenüber äußeren Einflüssen.
Zudem herrscht in Windeln ein unvorteilhaftes Klima: Feuchtigkeit, Wärme und aggressive Zersetzungsstoffe aus Urin und Stuhl werden im Windelpaket wasser-, dampf- und luftdicht verschnürt und an die zarte Babyhaut gedrückt.
In einem solchen Milieu kann beanspruchte Haut schnell von einer Pilz- oder Bakterieninfektion befallen werden und mit Rötung, Bläschen oder Abschürfungen, so genannten Erosionen, reagieren. Bei Kleinkindern ist das nicht ungewöhnlich – im ersten Lebensjahr lassen sich etwa bei drei Viertel aller Babys Hefepilze nachweisen. Schnelle Hilfe ist dennoch wichtig!
Lesen Sie hier weiter:
Wenn Eltern Rot sehen