Eine ganz linke Bazille

Der Herpesvirus bei Kleinkindern


50 Prozent aller Kinder haben schon Bekanntschaft gemacht mit dem Erreger von Lippenbläschen, dem Herpesvirus. Gerade im Kindergartenalter tritt Herpes häufig auf, da die Kleinen in engem Kontakt miteinander spielen. Wie man dem hartnäckigen Virus dennoch vorbeugt und seine Symptome bekämpft.





Foto: Sanetta

Wenn´s an der Lippe zwickt und kribbelt, wissen die Betroffenen schon Bescheid: Herpes ist wieder im Anmarsch. Die Bezeichnung „Herpes“ stammt vom griechischen Wort „herpein“, was so viel bedeutet wie kribbeln oder kriechen.
Knapp 90 Prozent der Bevölkerung infiziert sich mit dem „Herpes labialis“, dem Lippenherpes. Der erste Kontakt mit dem Virus, die eigentliche Ansteckung, erfolgt in der Regel bis zum fünften Lebensjahr. Oft verläuft sie unbemerkt und ohne Krankheitsanzeichen, manchmal aber auch in Form der so genannten Mundfäule mit schmerzhaften Bläschen im Mundraum.
Durch winzige Hautverletzungen gelangen die Erreger in den Körper, zum Beispiel über das Berühren anderer Kinder oder den Kuss von Mutter oder Vater. Die Viren wandern in haut oder Nervengewebe und lauern dort lebenslang.

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