„Sorgfalt
walten lassen“
Sonnenschutz
für die Kleinsten
Wenn es mit dem Nachwuchs an einem Sommertag nach
draußen geht, darf eines nicht fehlen: der richtige Sonnenschutz. Und dazu
gehören längst nicht nur Sonnencreme, -lotion & Co. Was Eltern in Sachen
Sonnenschutz sonst noch beachten müssen, erklärt die Dermatologin Dr. Natalie
Garcia Bartels.
BABY & GESUNDHEIT: Frau Dr. Garcia Bartels,
Babyhaut ist besonders empfindlich – auch gegenüber UV-Strahlung?
Auf jeden Fall. Der Schutzmechanismus der Kinderhaut
ist nach der Geburt noch nicht vollständig ausgereift. das gilt auch für die
Produktion von Melanin. Dieses Schutzpigment sorgt dafür, dass sich unsere Haut
bräunt – und bewahrt sie außerdem vor der zellschädigenden UVA-Strahlung. Neue
Studien haben gezeigt, dass die Melanin-Produktion bei Kindern im Vergleich zu
Erwachsenen deutlich geringer ist. Sie nimmt erst mit den Lebensjahren zu. Umso
wichtiger ist es, Babyhaut im besonderen Maße vor der Sonne zu schützten.
Dürfen Babys überhaupt
schon in die Sonne?
Nein. Im ersten Lebensjahr sollte man die Kleinen
möglichst im Schatten spielen lassen – und sie zusätzlich mit entsprechender
Kleidung und Sonnencreme schützen. Für Groß und Klein gilt: Die Sonne zwischen
elf und 15 Uhr meiden. Dann ist die Strahlung am intensivsten.
Brauchen die Kleinen
spezielle Sonnenschutzprodukte?
Ja. Produkte für Erwachsene sind ungeeignet und
führen mitunter zu Hautirritationen. Man sollte nur Sonnenschutzmittel
verwenden, die explizit für Babys geeignet sind. Innerhalb der ersten Jahre
empfehle ich Cremes und Lotionen mit einem so genannten physikalischen
Lichtschutzfilter. Sie enthalten mineralische Pigmente, die einen weißen
Schutzfilm auf der Haut bilden – und die Sonnenstrahlen reflektieren.
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