Das Erbgut des Menschen
64 Billionen Möglichkeiten
Das Erbgut des Menschen
Die kleinste Baueinheit des Menschen ist die Körperzelle. Jede dieser Zellen besitzt einen Zellkern, in dem die Erbinformation eines Menschen in Form von Chromosomen gespeichert ist. Ein Chromosom wiederum besteht aus einer langen DNA-Kette. Die Abschnitte, die einen bestimmten Code tragen, heißen Gene.
Die gesamte menschliche Erbinformation ist in 23 Chromosomenpaaren enthalten, von denen 22 Paare aus je zwei identischen Chromosomen bestehen, den so genannten Autosomen. Wir besitzen also 44 Chromosomen, die die doppelte Erbinformation enthalten. Dies ist notwendig, um möglichst viel Erbinformation beim Bau von Zellbestandteilen zur Verfügung zu haben.
Mann und Frau geben bei der Zeugung jeweils nur ein Chromosom eines jeden Paares weiter. Bei der Verschmelzung von Spermium und Eizelle mischen sich diese miteinander und ergeben somit wieder einen kompletten doppelten Chromosomensatz von 23 Paaren.
Gewisse Gene sind bei jedem Menschen verschieden. Damit lässt sich etwa erklären, dass jeder Mensch ein anderes Gesicht hat. Wichtige Funktionsbausteine des Menschen, wie z. B. die Muskel- und Leberzellen, sind jedoch bei jedem Individuum durch gleiche oder relativ gleiche Gene festgelegt.
Für die Entstehung eines weiblichen oder männlichen Organismus sind zwei weitere Chromosomen, die so genannten Gonosomen, verantwortlich. Ein weiblicher Organismus besitzt zusätzlich zu den 44 Autosomen zwei X-Chromosome, der des Mannes ein X- und ein Y- Chromosom.
Da das Kind von der Mutter in jedem Fall ein X-Chromosom, vom Vater entweder ein X- oder Y-Chromosom erhält, bestimmt der Vater biologisch gesehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird.
In den 46 menschlichen Chromosomen sind geschätzt 60.000 bis 100.000 Gene enthalten. Da beide Partner je 23 Chromosomen beisteuern, könnten die genetischen Kombinationsmöglichkeiten also 64 Billionen verschiedene Kinder erzeugen!







