Angeboren
Sehen wir einem Baby ins Gesicht, so entdecken wir oft auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit der Mutter, dem Vater oder anderen nahen Verwandten. Denn Äußerlichkeiten wie Nasenform, Augenfarbe und Beinlänge werden vererbt. „Ganz der Papi!“, heißt es dann gerne.
Noch ist die Forschung nicht so weit, dass sie den genauen Bauplan unserer Gene entschlüsseln kann. Fakt ist jedoch: Wenn ein Kind gezeugt wird, Spermium und Eizelle verschmelzen, dann liegt jedes Gen in allen entstehenden Körperzellen doppelt vor, also von väterlicher und von mütterlicher Seite.
Es wäre jedoch zu einfach, sich nun vorzustellen, ein Kind sei deshalb halb Vater, halb Mutter. Heraus kommt nicht ein fünfzigprozentiger Mama- und fünfzigprozentiger Papa-Sprössling, sondern eine ganz individuelle Mischung.
Denn es kommt nicht allein auf die Abfolge unserer Erbanlagen an, sondern auch auf die Art, wie diese abgelesen und in der Zelle in Eiweißstoffe umgesetzt werden. So sind einige Gene nur während der Embryonalentwicklung oder in frühester Kindheit aktiv. Andere können wegen äußeren Einflüssen nur schlecht abgelesen werden und kommen nur vermindert zum Tragen.
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Rote Haare von der Oma / Erkenntnisse aus der Zwillingsforschung / Genetischer Rahmen / Lebenslange Entwicklung