Kochtopf
Foto: www.pixelio.de, Horst Liebenau

Babybrei - kaufen oder kochen?

Nachdem Stiftung Warentest Babybreie getestet hat, ist die Verwirrung groß. Einfache Tipps für junge Eltern.


Einigen Wirbel hat es gegeben um die Überprüfung von Baby-Fertigbreien der Stiftung Warentest. Die Tester prüften fünfzehn Menüs mit Fleisch. In keinem Produkt waren die empfohlenen acht bis zehn Gramm Fett pro Mahlzeit und ausreichend Vitamin C enthalten. Teilweise fehlte es auch an Eisen und Ballaststoffen.

Das führte prompt zu einer Reaktion seitens der Industrie. So hat der Diätverband (Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln für eine besondere Ernährung e. V.) angemerkt, dass ein Vergleich der Beikost im Gläschen zu einer "theoretischen Mustermahlzeit" nicht möglich sei.
Tatsache bleibt dabei: Eine sowieso schon sensible Gruppe von Verbrauchern, junge Eltern nämlich, bleiben verunsichert zurück. "Ich will doch nur das Beste für mein Baby. Kann ich denn jetzt noch ein Gläschen geben oder nicht?" ist eine der dringendsten Fragen, die seit Tagen nicht nur auf dem Spielplatz und in Krabbelgruppen kursieren.

Der aid infodienst gibt daher Eltern folgende Tipps:

  • Selbst gekochte Breie sind nicht grundsätzlich besser als Fertigbreie, nur weil die Zutaten frisch, selbst ausgesucht und zubereitet sind. Sie haben nur dann Vorzüge gegenüber Fertigbreien, wenn die Zutaten dem Alter entsprechend, frisch, schadstoffarm, sauber und nährstoffschonend verarbeitet sind.

 

Worauf Sie beim Kauf von Fertigbreien achten sollten:

  • Wenige Zutaten

Die besten Fertigbreie für Babys sind einfach zusammengesetzt und enthalten nur wenige Zutaten. Eine Gemüse-, Obst- oder Getreidesorte im Brei reicht. Mischungen sind erst dann unproblematisch, wenn jede Sorte bereits auf Geschmack und Verträglichkeit getestet wurde. Wegen ihrer guten Nährstoffzusammensetzung sind Breie mit Kartoffeln oder Vollkorngetreide die bessere Wahl.

  • Ohne unnötige Zusätze

Häufig enthalten Fertigbreie geschmacksgebende Zutaten wie Salz, Zucker und andere Süßungsmittel (zum Beispiel Honig, Ahornsirup, Fruchtdicksaft), Schokolade und Kakao. Sie sind in der Babyernährung überflüssig. Das gilt auch für Nüsse, Gewürze und Aromen, die allergieauslösend wirken können. Häufig sind Breie mit der auffälligen Aufschrift „ohne Kristallzucker" gekennzeichnet. Die Zutatenliste zeigt aber, dass sich Zucker unter anderen Namen im Produkt verbirgt. Zum Beispiel: Saccharose (Haushaltszucker), Glukose (Traubenzucker) oder Glukosesirup, Fruktose (Fruchtzucker) oder Maltose (Malzzucker).

 

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