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"Übung macht den Meister"

Foto: Babybjörn

Beikost richtig einführen

„Übung macht den Meister“


Wenn Milch allein nicht mehr ausreicht, um Babys Hunger zu stillen, ist es Zeit für Beikost. Ernährungsexpertin Dr. Ute Alexy gibt Tipps für den kulinarischen Auftakt.


BABY & GESUNDHEIT: Frau Dr. Alexy, wann sollte man mit der Beikost beginnen?
Frühestens ab dem fünften, spätestens ab dem siebten Lebensmonat. Der Zeitpunkt hängt in erster Linie von der Entwicklung des Kindes ab. Das Baby sollte motorisch in der Lage sein, vom Löffel zu essen. Sieht es Mama und Papa dann noch neugierig zu, wenn sie sich etwas in den Mund stecken, kann es losgehen.

Wie geht man dabei vor?

Man ersetzt drei Milchmahlzeiten nach und nach durch jeweils einen Brei – ungefähr eine Mahlzeit pro Monat. Aber auch das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche Babys sind schneller, andere brauchen mehr Zeit.

Gibt es Lebensmittel, die sich für den Anfang besonders gut eignen?
In Deutschland beginnt man traditionell mit Karotten. Man kann aber auch jedes andere Gemüse nehmen. Französische Eltern greifen beispielsweise gerne zu Artischocken – für uns eher ungewöhnlich.

Und welche Zutaten sind für Babys Brei tabu?

Vorsicht geboten ist bei nitratreichem Gemüse wie Spinat, Fenchel oder rote Beete. In diesem Fall unbedingt darauf achten, dass der Brei nicht zu lange warm steht. Und: Das Salz weglassen. In Fertigbreien ist die weiße Würze in der Regel zwar auch enthalten – allerdings in einer Konzentration, die für Babys unbedenklich ist. 

Kaufen oder selber machen: Was empfehlen Sie?
Beides hat Vor- und Nachteile. Ich persönlich finde, Breie aus dem Kochtopf schmecken besser. Aus gesundheitlichen Gründen spricht allerdings auch nichts gegen Gläschen. Was man wissen muss: Die praktisch schadstofffreien Fertigbreie sind zwar mit Nährstoffen angereichert – durch das lange Erhitzen geht Vitamin C z. B. aber auch kaputt. Gläschen sind vor allem für unterwegs praktisch, aber auch teurer.

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