Herzschmerz

Foto: Bundesverband Herzkranke Kinder
Herzschmerz
Mit einem kranken Herzen auf die Welt kommen
Die kleine Anna springt putzmunter und quietschfidel auf einen Stuhl. Die Fünfjährige strahlt Lebensfreude aus, der Gedanke an ein krankes Herz liegt fern. Doch ohne mehrere Operationen hätte Anna kaum überleben können. Kindern wie ihr – Kindern mit angeborenen Herzfehlern – ist der 5. Mai gewidmet.
Drei Tage nach Annas Geburt erfahren die Eltern, dass ihr Kind ein krankes Herz hat. Es ist nicht vollständig ausgebildet, der kleine Körper wird nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Annas Herzklappe zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Kammer hat sich nicht ganz entwickelt – eine so genannte Ebstein-Anomalie. Die Eltern wollen es nicht glauben. Während Freunde und Familie zu Hause noch freudig auf die Rückkehr von Mutter, Vater und Neugeborenem warten, müssen Annas Eltern ihr Einverständnis zur ersten von insgesamt vier Operationen geben.
Im zarten Alter von vier Wochen, einem Gewicht von nicht einmal zweieinhalb Kilogramm und einer Größe von nur 42 Zentimetern wird Anna das erste Mal operiert. „Für uns war die Diagnose ein Schock und eine große psychische Belastung“, erinnert sich die Mutter des mittlerweile fünfjährigen Mädchens. „Zwei Tage vor meinem eigenen Geburtstag im Mai wurde der heikle chirurgische Eingriff vorgenommen, bei dem Anna für mehrere Stunden an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden musste.“ Der Kinderkardiologe rekonstruierte die Herzklappe und setzte sie an den richtigen Platz, so dass sich auch Annas rechte Herzkammer richtig entfalten konnte.









