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Noah - ein Kind mit Herzfehler

Der kleine Noah

Betroffene Familien berichten:

Die Geschichte von Noah

"Du willst doch wachsen, Du willst doch leben."

Am 30.09.03 war es soweit  -  der Schwangerschaftstest – POSITIV! Wir konnten unser Glück gar nicht richtig fassen – es hat geklappt – 5 Jahre warten war nun vorbei! Ich hab´ immer nach innen gehorcht, ob ich schon etwas von Dir „höre“ und  dein Papa hat gleich das Buch:  „Wie ein Leben entsteht“ gekauft. Jeden Tag haben wir hinein geschaut, um zu wissen wie Du jetzt wächst, und wie wir Dir dabei helfen können. Was für eine aufregende Zeit!

Dann kam der 08.03.2004: Dein Papa war mit dem Auto unterwegs zu einem Geschäftstermin, und ich habe in Büro gearbeitet. Plötzlich rief Dein Papa an, und fragte ob ich denn schon Feierabend machen könnte, denn wir müssten noch mal zum Doktor. Mehr wollte er mir am Telefon nicht sagen, aber als ich ihm die Bürotür öffnete, und dann noch meine und seine Mutter mit im Auto saßen, da wusste ich, das das nichts Gutes bedeuten kann. So fuhren wir schweigend zu unserem Pränataldiagnostiker. Keine Sekunde dieser Fahrt werde ich vergessen, denn jede davon habe ich an Dich gedacht. Du warst ja schon groß und rund in meinem Bauch!

Tja, und dann kam die Diagnose – Deletion 18q- - !!?? Was ist das, was heißt das, was können wir da machen, geht das wieder weg? Hallo, Du bist doch nicht krank? Du bist doch schon so groß in meinem Bauch, Du machst doch genau das, was andere Baby´s auch machen, oder? Du willst doch wachsen, Du willst doch... LEBEN...

Man sagte uns, wir könnten noch einen Abbruch vornehmen, nicht wegen Dir, sondern wegen einer möglichen Indikation der Mutter... Ein Abbruch ? Das geht doch nicht, das ist ja das genaue Gegenteil von dem was wir wollten! Wir wollen doch das Du lebst... und nun sollen wir Dich töten?! Wie so ein Abbruch abläuft wollten wir wissen... eine Nadel durch meinen Bauch, in Dich hinein... Du stirbst... und ich werde Dich entbinden... Dich entbinden vom Leben, mich entbinden vom Leben... Nein, nein habe ich gesagt... dann könnt ihr mir auch eine Nadel durch meinen Körper jagen, oder mich einweisen, aber Leben will ich dann nicht mehr!

Der Doktor schrieb mir noch ein Beruhigungsmittel für die Nacht auf. Ich fragte ihn noch, ob das nicht schädlich für Dich sei...? Aber er sagte, nicht, wenn ich nur heute mal eine Tablette nehmen würde, damit ich zur Ruhe komme. Wir sollten in zwei Tagen noch Mal wiederkommen, und unsere Entscheidung mitteilen sagte man uns. Zwei Tage? Wiederkommen? Entscheidung? Es gibt nichts zu entscheiden!

Lesen Sie weiter: Wir fuhren nach Hause...

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