Mehr als Bauchgrummeln

Foto: Obaibi
Nicht immer harmlos: Rotaviren
Mehr als Bauchgrummeln
Rotaviren sind die weltweit häufigsten Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen - und führen mitunter zu schweren Brechdurchfällen.
Sie sind überaus lästig und treffen fast jedes Kind: Magen-Darm-Infektionen mit Erbrechen und Durchfall. Zumeist nur kurze Episoden, die schnell vergessen sind. Einige Erreger jedoch führen mitunter zu schweren und unkontrollierbaren Brechdurchfällen. Die Übeltäter sind dabei nicht selten die so genannten Rotaviren. Immerhin: Fast jedes Kind leidet bis zu seinem dritten Geburtstag an einer Rotavirus-Infektion. Die Symptome einer Rotavirus-Infektion reichen von leichtem Unwohlsein mit wenigen Durchfällen bis hin zu einer unkontrollierbaren Diarrhoe mit erheblichem Wasser und Salzverlust, die bis zum Organversagen führen kann. Allerdings lassen sich ernste Komplikationen durch die gute ärztliche Versorgung in Deutschland meist vermeiden.
Ein Fall für den Arzt?
Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern besteht jedoch immer die Gefahr einer Dehydrierung, also dem übermäßigen Verlust von Wasser und Blutsalzen. Diese Komplikation ist besonders bei den Kleinsten gefürchtet, da sie besonders empfindlich auf ein Ungleichgewicht im Wasserhaushalt reagieren. Denn bis zu 20maliges Erbrechen und Durchfall sind keine Seltenheit im Rahmen einer Rotavirus-Gastroenteritis, so dass die kleinen Patienten schnell mehr Flüssigkeit verlieren, als sie zu sich nehmen können.
Für Eltern ist es daher wichtig, die Symptome einer beginnenden oder schon vorhandenen Dehydration zu kennen: Anfangs deuten vermehrter Durst, wenig Urin (zum Beispiel in der Windel) oder ungewohnte Antriebslosigkeit auf eine Dehydration hin. Trockene Schleimhäute, eine trockene Zunge und eingesunkenen Augen signalisieren einen ausgeprägten Wasserverlust. Sollten solche Anzeichen einer Austrocknung bei kleinen Patienten auftreten, ist ein schneller Besuch beim Arzt angezeigt.
Um die verlorene Flüssigkeit rasch zu ersetzen, empfehlen Ärzte spezielle Trinklösungen, die ein angepasstes Maß an Salzen und Zucker enthalten Diese gibt es fertig zum Zubereiten in Apotheken. Fruchtsäfte und gesüßte Tees hingegen haben sich bei Durchfallerkrankungen nicht bewährt und erhöhen nicht die Flüssigkeitsaufnahme.







