Mutter mit Kinderwagen
Foto: www.pixelio.de, Manuel Gäck

Frische Luft stärkt die Abwehrkräfte

Hand aufs Herz: Gehen Sie regelmäßig spazieren? Wenn nicht, sollten Sie Ihrem Baby zuliebe umdenken.

 

Abwehrkräfte des Kindes stärken durch frische Luft

Hand aufs Herz: Gehen Sie regelmäßig spazieren? Wenn nicht, sollten Sie Ihrem Baby zuliebe umdenken. Denn Luft und Licht sind für die gesunde Entwicklung der Kleinen enorm wichtig. Gerade der Herbst ist für einen täglichen Gang die ideale Zeit. Das Kind benötigt Licht zur Vitamin D-Produktion, darf aber zunächst nur indirektes Sonnenlicht aufnehmen. Die Bewegung regt Kreislauf und Atmung der Babys an, der Temperaturunterschied trainiert das Immunsystem. Neugeborene dürfen zwar anfangs noch nicht bei jedem Wetter ins Freie: In den ersten Tagen nur, wenn es nicht zu kalt und windig ist. Nach ein paar Wochen sind die Kleinen aber schon wetterfest. Dann bleibt der Kinderwagen nur bei starkem Frost, Nebel oder Sturm stehen.

Babys Körper muss Temperaturveränderungen lernen

Während sich der Körper des Erwachsenen automatisch auf wechselnde Temperaturen einstellt, muss der kleine Babykörper erst noch lernen, sich auf Temperaturveränderungen einzustellen. Der Kreislauf Ihres Kindes ist noch nicht so flexibel, um auf einen Temperaturabfall sofort mit einer ausreichenden Erwärmung der Haut zu reagieren, weil er noch vollauf damit beschäftigt ist, alle Organe mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie mit Ihrem Baby in der kalten Jahreszeit nicht nach draußen gehen dürfen - im Gegenteil: Sie sollen sogar! Am besten täglich, selbst wenn es nur für kurze Zeit ist. Frische Luft und die unterschiedlichen Reize kalter und warmer Temperaturen stärken nämlich das Immunsystem. Lediglich bei Temperaturen von unter minus acht Grad Celsius, Sturm und Nebel sind die Allerkleinsten in den ersten Lebensmonaten zu Hause besser aufgehoben.

Basis für ein stabiles Abwehrsystem

Wer sein Kind frühzeitig an kaltes Wetter gewöhnt, legt damit die Basis für ein stabiles Abwehrsystem. Bei einem Spaziergang bekommt Ihr kleiner Liebling außerdem das für den Knochenaufbau nötige Licht zur Bildung von Vitamin D. Frische Luft fördert bei Babys außerdem den Schlaf. Mit den folgenden Tipps kann Kälte Ihrem Kind nichts anhaben.

Geeignete Kleidung

Bewährt ist das Einkleiden in der "Zwiebeltechnik". Dazu ziehen Sie Ihrem Baby mehrere ausreichend weite Kleidungsstücke übereinander, die man je nach Temperatur leicht wieder aus- oder anziehen kann. Als erste Schicht: das Baumwoll-Hemdchen, darüber Hose und Pulli oder einen Strampler, und zum Schluss einen Anorak oder Schneeanzug. Am besten geeignet sind natürliche, atmungsaktive Stoffe. Das Outfit wird durch warme Socken und Handschuhe vervollständigt.

Menschen geben einen großen Teil der Wärme über den Kopf ab. Der Babykopf bietet mit seiner großen, oft noch nicht durch Haare geschützten Oberfläche besonders viel Angriffsfläche für die Kälte. Daher ist ein Mützchen nötig, das bis über die Ohren reicht.

Beachten Sie auch im Winter, dass Ihr Kind nicht zu warm eingepackt bzw. die Kleidung atmungsaktiv ist. Wenn die Wärmezufuhr von außen die Möglichkeiten der Wärmeabgabe des Körpers übersteigt, besteht die Gefahr eines Hitzestaus.

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