Gut gewappnet
Wie schütze ich mein Baby vor Erkältungen?
In den kalten Wintermonaten scheint es beinahe, als ob die Kindernasen gar nicht mehr aufhören zu laufen. Manche der Kleinen machen während dieser Zeit bis zu zehn Infekte durch. Besonders Babys, die noch nicht gelernt haben durch den Mund zu atmen leiden beim Trinken und Schlafen unter der verstopften Nase. Dr. Bernd Hinrichs, Chefarzt für Kinder- und Jugendmedizin erläutert, wie Eltern ihren Nachwuchs vor Schnupfen & Co. schützen und Erkältungssymptome lindern können.
BABY & GESUNDHEIT: Herr Dr. Hinrichs, wie kommt es, dass Babys und Kleinkinder so viel anfälliger für Schnupfen und Erkältungskrankheiten sind als Erwachsene?
Dr. Bernd Hinrichs: Das liegt daran, dass das Immunsystem des Babys noch nicht ausgereift ist und noch lernen muss, mit dem Viren-Ansturm im Herbst und Winter fertig zu werden. Bis das Immunsystems ausreichend trainiert ist, gehört die Schnupfnase daher einfach zum Großwerden dazu.
B & G: Gibt es eine Möglichkeit Kinder vor den Viren zu schützen?
B. H.: Die Keime lauern überall und sie übertragen sich durch Niesen, Sprechen und Kuscheln. Einen sicheren Schutz vor Erkältungen gibt es nicht. Allerdings können Sie das Infektionsrisiko ein wenig vermindern, wenn Sie den Kontakt zu akut erkrankten und vor allem fiebernden Kindern und Erwachsenen vermeiden. Sind die Eltern selber erkrankt, ist es ratsam vor dem Kontakt mit dem Baby die Hände zu desinfizieren. Halten Sie sich wenn möglich in den Erkältungsmonaten von Menschenansammlungen fern.
B & G: Wann ist es notwendig einen Kinderarzt aufzusuchen?
B . H.: Steigt das Fieber über 38, 5 Grad, ist das Kind müde und schlapp, hustet und weint es viel, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es besteht die Gefahr, dass der harmlose Schnupfen zur Mittelohr- Nasennebenhöhlenentzündung oder Bronchitis führt. Generell gilt: Sind Eltern unsicher, ist es immer ratsam, das Kind einem Arzt vorzustellen. Auf jeden Fall auch, wenn das Baby jünger als drei Monate ist.
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