Was für die Kleinen als eine lustige Ablenkung gedacht ist, trainiert beiläufig unterschiedlichste Fähigkeiten. Denn: Die Bereiche im Gehirn, die für Sprache und Fingerfertigkeit zuständig sind, liegen eng zusammen und sind miteinander vernetzt.
Kleine Rituale
Bauen Eltern in alltägliche Handlungen wie wickeln, baden oder zu Bett bringen kleine Spielrituale ein, legen sie die Grundsteine für die Entwicklung der sprachlichen Intelligenz ihres Kindes. Da der Nachwuchs die Muttersprache primär von seinen Bezugspersonen erlernt, tun diese gut daran, dem Baby viele fantasievolle Anregungen zu geben. Ein „sprechender“ Waschlappen mit Gesicht bei der Körperpflege, ein Fingerspiel beim Eincremen oder ein Lied vor dem Schlafengehen: Aktive Kommunikation mit dem Baby stärkt gleichzeitig die Eltern-Kind-Beziehung.
Anfangs sind die Eltern Alleinunterhalter, die das Kind einbeziehen – nach und nach aber schauen sich die Kleinen die Handlungen ab, bewegen die Händchen und imitieren Laute. Es müssen nicht immer Spiele sein – wichtig für die Entwicklung ist, dass die Eltern viel mit ihrem Baby kommunizieren.
Das erreichen Erwachsene auch dadurch, dass sie eigene Handlungen oder die des Babys kommentieren. Es geschieht meist von ganz allein: Ein Satz wie „Ich bringe dich jetzt ins Bett“, dem die entsprechende Handlung folgt, ermöglicht es dem Kind, sprachliche Verknüpfungen mit dem Alltag herzustellen.