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Sie sind hier: Startseite Expertenforum Stillen, Babyzeit & Schreibabys Wie stille ich ab?

Expertenforum: Stillen, Babyzeit & Schreibabys


Datum:
23.04.2012
Name:
Anja
Fragestellung: 
Wie stille ich ab?
Erklärung:
Hallo Frau Kühn, mein Sohn vollendet am Sonntag sein erstes Lebensjahr. Schon seit Februar stille ich ihn (meist) nur noch ein Mal am Tag - und zwar früh morgens, wenn er das erste Mal wach wird. Alle anderen Mahlzeiten habe ich bereits ersetzt. Nun wollte ich abstillen, indem ich auch diese erste Mahlzeit des Tages durch Fertigmilch ersetze. Freitag früh hatte ich das letzte Mal gestillt. Mein Sohn hat die Milch aus der Flasche auch akzeptiert. Allerdings hatte ich das Problem, dass mein Busen von der nicht abgerufenen Milch prall wurde und weh tat, sodass ich meinen Sohn nach zwei Tagen doch wieder angelegt habe. Ausstreichen unter der Dusche habe ich nicht hinbekommen. Genügt es, einfach nur Salbei- oder Pfefferminztee zu trinken (hatte ich nicht)? Oder was kann ich tun, damit die Milchbildung schnell gestoppt wird? Vielen Dank für Ihren Rat!
Antwort:

Liebe Anja,

Sie haben es ja schon fast geschafft mit dem Abstillen! Aber so ganz endgültig hat sich Ihr Körper (und Ihre Seele?) scheinbar noch nicht verabschiedet vom Stillen, kann das sein?

Sie können das Abstillen auf jeden Fall unterstützen, z. B. durch Salbeitee (Pfefferminz geht auch, ist aber weniger wirkungsvoll). Morgens und abends eine Tasse dürfte ausreichen. Zusätzlich können Sie noch ein homöopathisches Mittel nehmen, das die Milchbildung sehr wirkungsvoll unterbindet: Phytolacca D 3. Am besten nehmen Sie mehrmals täglich je drei Globuli davon, dann wird die Milch sicher schnell versiegen.

Das Wichtigste ist jedoch, dass Sie sich mental ganz vom Stillen verabschieden. Vielleicht legen Sie Ihren Sohn ganz bewusst zum letzten Mal an und genießen es noch einmal. Vielleicht sind Sie auch froh, dass Sie ihm so lange die Brust geben konnten und dürfen sich dafür belohnen mit etwas, was Sie in der Stillzeit nicht tun konnten.

Da das Stillen hormonell gesteuert wird und die Hormone mit unseren Gefühlen zu tun haben, spielt dieser Aspekt auch beim Abstillen eine große Rolle.

Gutes Gelingen und noch viel Freude mit Ihrem Sohn!

D. Kühn