Ich habe eine Frage zur Ernährung in der Stillzeit.
Ich habe meine Tochter die ersten fünf Monate voll gestillt. Dann kam einmal am Tag eine Flaschennahrung hinzu und ab dem sechsten Monat die Mittagsmahlzeit. Inzwischen habe ich sie abgestillt (sie ist jetzt zehn Monate).
Ich mache mir Sorgen, dass ich mich nicht ausgewogen genug ernährt habe in der Stillzeit.
Anfangs hat meine Tochter sehr vieles nicht vertragen (z. B. Körnerbrot, Citrus-Früchte, Kohl, Rohkostsalat etc.). In den ersten zwei Monaten habe ich mich daher nicht wirklich ausgewogen ernährt.
Anschließend wurde es besser. Insgesamt habe ich schon von allem etwas gegessen (Milch, Milchprodukte, Gemüse, Obst, Fleisch, jodiertes Speisesalz). Lediglich Fisch habe ich nicht sehr oft gegessen, vielleicht ein- bis zweimal im Monat. Ab und zu kam auch mal ein Fertiggericht auf den Tisch. Pro Woche habe ich ca. drei- bis viermal Obst und Gemüse gegessen, jedoch nicht täglich. Zudem habe ich keine Nahrungsergänzungsmittel (Folsäure oder Jod) genommen.
Ich mache mir nun Sorgen um die Entwicklung meiner Tochter und ob ich ihr damit nachhaltig geschadet haben kann.
Eigentlich entwickelt sie sich recht gut, ist motorisch sehr fit, etc.
Wie würde sich ein Mangel bei ihr überhaupt bemerkbar machen? Man sagt ja, dass gerade Folsäure und Jod sehr wichtig für die Entwicklung des Gehirns etc. sind.
Was meinen Sie, muss ich mir Sorgen machen?
Ach ja, vor und während der Schwangerschaft habe ich regelmäßig etwas eingenommen: Erst folio forte und später centrum materna.
Habe ich vielleicht dadurch auch meine Folsäure/Jodspeicher auffüllen können für die Stillzeit?
Ist es so, dass zunächst das Kind über die Muttermilch mit Nährstoffen versorgt wird und dann erst ich? D. h. falls ich mich nicht ausgewogen genug ernährt habe, würde zunächst erst meine Tochter versorgt und ich bekäme erst einen Mangel?
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.
Ich bin zurzeit ein wenig verunsichert, da mir eine Freundin kürzlich erzählt hat, wie wichtig es doch sei, Folsäure- und Jod-Tabletten in der Stillzeit weiter einzunehmen.
Liebe Grüße
Antwort:
Liebe Frau Willeke,
da hat Ihre Freundin Sie aber arg verunsichert! Bei einer einigermaßen ausgewogenen Ernährung wie Sie sie beschreiben, treten in aller Regel keine Mangelerscheinungen auf. Mit dem folio und Centrum materna haben Sie Ihrem Körper und dem Organismus des Kindes zusätzlich viele Mineralien zugeführt, von denen Sie beide profitiert haben. Also keine Sorge: Ihre fitte kleine Tochter hat mit Sicherheit alles von Ihnen erhalten, was sie benötigt.
Es stimmt tatsächlich, dass sich gestillte Kinder vom Organismus der Mutter alle Stoffe holen, die sie brauchen - einen Mangel hätten Sie also als Erstes bemerkt. Viele Kinder reagieren in den ersten drei Monaten auf bestimmte Nahrungsmittel, sodass Mütter sich in dieser Zeit nicht immer vollkommen "gesund" und ausgewogen ernähren können. Aber eine "ungesunde" Ernährung (vor allem viel Fastfood) muss schon über eine lange Zeit erfolgen, bevor es zu Mangelerscheinungen kommt. Viele Frauen können sich die teueren Nahrungsergänzungsmittel gar nicht leisten! Man kann also getrost darauf verzichten.
Wenn Sie also das Gefühl haben, Ihre Tochter ist fit und munter, vertrauen Sie einfach diesem Eindruck und genießen Sie die wunderbare Entwicklung Ihres Kindes ohne schlechtes Gewissen. Sie haben alles richtig gemacht!
Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre kleine Tochter
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