Expertenforum: Schulmedizin
| Datum: | 20.01.2012 |
| Name: | Sunny |
| Fragestellung: | Sind graue Haare bei meinem Sohn (14 Jahre) bedenklich? |
| Erklärung: | Sehr geehrter Herr Dr. Rodens,
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| Antwort: | Sehr geehrte Sunny, sehr selten entstehen graue Haare ohne jeden Krankheitswert auch schon in der Pubertät. Typischerweise nimmt das Grauwerden mit zunehmendem Alter zu. Die graue Farbe rührt daher, dass in die Haare keine Pigmente (Melanine) eingebaut werden, die von so genannten Melanozyten (Hautpigment bildenden Zellen) produziert werden. Hinter dem Phänomen des frühen Grauwerdens kann in einigen Fällen die Entstehung einer Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) stehen, die immerhin etwa bei einer von 200 Personen (in jedem Lebensalter) auftritt. Hierbei kommt es zu einem Verlust der Hautpigmentbildung. Wenn die Kopfhaut mit betroffen ist, können auch die Haare ihre ursprüngliche Farbe verlieren. In etwa einem Drittel der Fälle dieser Pigmentstörung wird eine genetische Ursache vermutet. Manchmal tritt diese Pigmentstörung im Zusammenhang mit so genannten Autoimmunerkrankungen auf, bei denen das Abwehrsystem des Körpers auf eigenes Gewebe reagiert. Nicht selten wird Vitiligo bei einer Autoimmunentzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis) beobachtet. Deshalb sollte bei Ihrem Sohn Blut zum Ausschluss dieser Schilddrüsenstörung, die oft mit einer behandlungsbedürftigen Unterfunktion einhergeht, abgenommen werden. Wirksame Therapien gegen die grauen Haare gibt es nicht. Strähnen können ja auch interessant sein. Im Einzelfall kann der Frisör bei der Färbung behilflich sein.
Ihr |







