szmtag

Unsere Magazine:

junge-familie.jpg

baby.jpg

kind.jpg

KiNDER.jpg

KiNDERmag.jpg

Kita-news.jpg

Sie sind hier: Startseite Expertenforum Schulmedizin Gesundheitsgefahr für Baby durch Schimmelsporen?

Expertenforum: Schulmedizin


Datum:
25.01.2011
Name:
Anne Bachmann
Fragestellung: 
Gesundheitsgefahr für Baby durch Schimmelsporen?
Erklärung:

Guten Tag,

ich habe in meinem Auto, in dem meine sechs Monate alte Tochter regelmäßig - bis zu einer Stunde am Tag - mitfährt, Schimmel entdeckt. Fachleute werden ihn zwar nächste Woche beseitigen, da der Befall jedoch evtl. schon länger bestand, würde ich gerne wissen, ob meine Tochter Schaden genommen haben könnte.

Letzte Woche bei der U5 war alles ok; die Lunge frei usw. Ich habe zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nichts von dem Schimmel gewusst - und konnte den Arzt deshalb nicht darauf hinweisen.

Liebe Grüße
Anne

Antwort:

Guten Tag,

klar ist, dass Schimmelpilzsporen als so genannte Inhalationsallergene die Gesundheit gefährden können. Inhalierte Schimmelpilzallergene sind in der Lage, ein Asthma bronchiale oder einen allergischen Dauerschnupfen auszulösen. In den meisten Fällen tritt eine Allergisierung gegen Schimmelpilze übrigens nicht alleine, sondern zusammen mit einer Allergie gegen Pollen oder Hausstaubmilben auf.

Das Auto als Ort der Schimmelbildung ist eher ungewöhnlich. Typisch sind dagegen (zu) feuchte Innenräume.  

Für die Entwicklung einer Allergie sind viele Bedingungen maßgeblich. Dazu gehört neben einer genetischen Veranlagung auch die Dauer, während der die Schleimhäute dem möglichen Allergen ausgesetzt sind. Bestes Beispiel sind Hausstaubmilben, denen wir während der gesamten Nachtzeit ausgesetzt sind.

Man muss auch wissen, dass Allergien im Säuglingsalter, klassisch gegen Kuhmilch oder Hühnereiweiß, weniger über die Atemluft  und Atemwege als über die Ernährung und den Magen-Darm-Trakt ausgelöst werden.

Nach dem ersten Geburtstag werden dagegen Allergien durch Inhalationsallergene häufiger.

Bei der kurzen Kontaktzeit mit den Sporen im verschimmelten Auto ist die Gefährdung für Ihre Tochter nicht sehr groß.

Wussten Sie, dass auch der Aufenthalt im Garten (Rindenmulch, Laubabfälle, Kompost, Heu) vor allem in den Hochsommermonaten eine starke Schimmelpilzbelastung bedeutet? Diese ist erheblich größer als die theoretische Belastung im verschimmelten Auto?

Nur wenn sich in den nächsten Jahren (sehr unwahrscheinlich) Symptome einer allergischen Reaktion zeigen sollten, insbesondere Niesattacken, Dauerschnupfen, gerötete Augen oder wiederkehrender Husten, sollte eine Allergie-Diagnostik durch eine Blutdiagnostik (RAST) oder einen Hauttest (Pricktest) durchgeführt werden.

Ich würde mir an Ihrer Stelle keine großen Sorgen machen.

Ihr

Klaus Rodens

 

Video: Das passiert in der 28. bis 32. SSW

null

Kochen wie die Meister – aber für Kinder und mit Kindern! Im Kinderkochklub stellen Ihnen Starköche leckere und kinderleichte Rezepte vor.

Jetzt zum Kinderkochklub!

null

Sollte die Kita eine schnullerfreie Zone sein? Was tun, wenn ein Kind immer nicht mitspielen darf? Und wie erkenne ich gute Kindergärten? In den KiNDERgartennews nehmen Eltern und Erzieher Stellung zu aktuellen Fragen aus dem Kita-Alltag.

Diskutieren Sie mit!

Hier geht's zum Abo

Lead_300x250