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Voller Gegensätze: Die Gefühlswelt werdender Väter

Foto: Philips AVENT

Väter-Special

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Was Papas (in spe) bewegt, wie sie sich in ihrer neuen Rolle zurechtfinden und warum es wichtig ist, dass Mütter das Ruder aus der Hand geben.

 

 

 




 

Foto: Noppies

Voller Gegensätze: Die Gefühlswelt werdender Väter

Unbeschreibliche Vorfreude oder Angst vor der Verantwortung, tiefe Liebe für die Partnerin oder Sorge um eigene Freiheiten. Die Nachricht, dass sie Vater werden, löst bei Männern unterschiedliche Reaktionen aus – und manchmal auch alle gleichzeitig.

„Du wirst Papa.“ Dieser Satz sitzt. Und er ist mehr als die bloße Ankündigung eines neuen Familienmitglieds. Denn er bedeutet gleichsam, dass sich das Leben erheblich verändern wird. Kein Wunder, dass die Nachricht bei werdenden Vätern ein Wechselbad der Gefühle auslöst. Zum einen ist da die Freude über den Familienzuwachs.

Bei Männern, die zum ersten Mal Vater werden, kann ein besonderes Hochgefühl dazukommen: „Es ist für Männer sehr wichtig zu wissen: ‚Ich kann Kinder zeugen’“, erklärt die Psychologin Dr. Annette Böttcher. Solche Glücksgefühle kommen dennoch häufig in Begleitung von Ängsten. Der Mann ist nun bald nicht mehr nur Sohn und Lebensgefährte, sondern wird selbst zum Versorger, von dem erwartet wird, dass er Verantwortung für seinen Nachwuchs übernimmt. Dieser Rollenwechsel muss erst einmal verdaut werden. Manche Männer ziehen sich deshalb in dieser ersten Phase der Schwangerschaft zurück, um die bevorstehenden Veränderungen zu verarbeiten. Für die Partnerin keine leichte Zeit – sie nimmt ihren Lebensgefährten häufig als distanziert wahr.

Da wächst was! 


Zu Beginn der Schwangerschaft haben werdende Mamas einen großen Vorteil: Sie spüren bereits früh, dass in ihrem Körper ein Kind heranwächst. Werdenden Papas hingegen fällt es schwer, die Schwangerschaft zu realisieren, sie bleibt zunächst unwirklich. Erst wenn sich der Bauch der Partnerin rundet – also etwa nach dem vierten Monat – oder durch Gespräche mit dem Arzt, mit Freunden und der Familie wird das bevorstehende Ereignis konkreter. Das ungeborene Kind zieht langsam in die Gedankenwelt, und damit in den Alltag ein.

Die erste Ultraschalluntersuchung ist mitunter die Initialzündung, denn jetzt gibt es den Beweis schwarz auf weiß: Da ist tatsächlich ein Baby! Ist die Schwangerschaft weiter fortgeschritten, sehen sich Paare mit anderen Schwierigkeiten konfrontiert: „Manche Männer fühlen sich ausgegrenzt, weil die Bindung zwischen der Frau und dem Ungeborenen naturgemäß enger ist,“ sagt Annette Böttcher. Frauen beziehen ihren Partner daher besser früh in die Schwangerschaft ein. Das können gemeinsame Besuche beim Frauenarzt sein, ebenso wie das Schmökern in Namenslisten oder das Planen des Babyzimmers. Ebenfalls ein Mittel gegen Eifersucht: körperliche Nähe zulassen, etwa wenn das Ungeborene strampelt.

 

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