Airboarding und Snowtrekking im bayerischen Inzell

Foto: Inzeller Touristik GmbH
Airboarding und Snowtrekking im bayerischen Inzell
Ein Pistenparadies ist das oberbayerische Inzell gewiss nicht. Aber: Ein Paradies für Familien mit kleinem Geldbeutel, die Gemütlichkeit suchen auf actionreichen Schneespaß dennoch nicht verzichten möchten.
Der Dritte von links ist ein Spätzünder. Derk van Bonn muss seinem Heißluftballon kräftig einheizen, um die zerknautschte Hülle mit Luft zu befüllen. Immer wieder spuckt der Brenner Feuer in die Nacht und gibt ein scharfes Rauschen von sich. Natalie (8), ihre Schwester Antonia (6) und eine Handvoll Kinder zählen runter: „Drei, zwei, eins“ – und wieder speit der Brenner Feuer. Die Kinder stoßen kieksende Laute aus und klatschen begeistert in die Hände.
Da steht es endlich, das knallgelbe Prachtstück, nicht ganz in Reih und Glied mit den acht anderen Heißluftballons. Derk van Bonns Ballon ist das, was man einen Hingucker nennt. Denn: Auf seiner Hülle prangt keine Werbebotschaft, sondern eine dicke Nase mit Sonnenbrille. Aus den Lautsprechern dröhnt Phil Collins’ „Something happened on the way to heaven“. Passieren wird auf dem Weg nach oben nichts, denn die Ballons bleiben an diesem Abend am Boden. Dort heizen ihnen die Piloten im Takt der Musik abwechselnd ein.
In die Luft gehen
Das Ballonglühen ist der krönende Abschluss der Inzeller Ballonwoche, die jährlich Ende Januar stattfindet. In dieser Woche gehen die Ballonfahrer bei gutem Wetter täglich gemeinsam in die Luft. Die meisten von ihnen stammen aus den Niederlanden. Wie Derk van Bonn. Er kommt schon seit 15 Jahren nach Inzell, um bei der Ballonwoche dabei zu sein. Was treibt ihn an, Jahr für Jahr den weiten Weg in die Bayerischen Alpen auf sich zu nehmen? „Berge faszinieren mich. Noch mehr, wenn ich sie von oben auf sie herabblicke. In den Niederlanden sind Berge ja leider rar“, erklärt der leidenschaftliche Ballonfahrer.
Seine Faszination merkt man ihm an. Zum Beispiel, als er Antonia und Natalie erklärt, wie ein Heißluftballon funktioniert. Auch ihre Eltern Matthias und Heike hören zu. „Können wir morgen mitfahren?“, will Natalie wissen. Eine Mitfahrt im Ballon ist zwar grundsätzlich möglich – Kostenpunkt: 100 bis 150 Euro pro Person, je nach Größe des Luftgefährts. Da die Ballonwoche jedoch heute zu Ende geht, kommen Natalie und ihre Schwester nicht mehr in Genuss, abzuheben.







