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Chaos-Theorie

Die erste Zeit mit dem Baby


Wenn ein Baby auf die Welt kommt, liegt für seine Eltern keine Gebrauchsanweisung bei. Fachliteratur, Vorbereitungskurse und gut gemeinte Ratschläge helfen nur bedingt. Denn die vor der Geburt angeeignete Theorie in die Praxis umzusetzen – das ist mitunter gar nicht so einfach! Ein Wegweiser für das große Abenteuer „Baby“.

 

Mit dem Verlassen der Klinik, das Baby auf dem Arm, geht es für die Eltern nach Hause in die gewohnte Umgebung. Doch das neue Familienmitglied stellt den Alltag schnell auf den Kopf. Denn trotz aller Glücksgefühle und Begeisterung: Die erste Zeit mit dem eigenen Baby ist für viele Eltern eine Phase, die mit dem Wort „chaotisch“ noch harmlos umschrieben ist. Zu viel Neues stürmt in den ersten Wochen auf die frischgebackenen Eltern ein, zu ungewohnt ist noch vieles im täglichen Miteinander mit dem Säugling.

Hilfestellungen

Meist werden Mutter und Kind am dritten Tag nach der Geburt aus der Klinik entlassen. Zuvor finden die U2 des Kindes und die Abschlussuntersuchung der Frau statt. Bei vielen Müttern schießt an diesem Tag zudem die Milch ein. „Das ist enorm stressig für alle Beteiligten. Dazu fällt von jetzt auf gleich die Hilfe durch das Fachpersonal in der Geburtsklinik weg“, sagt Professor Dr. Dr. Hans-Rudolf Tinneberg, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Gießen. Gut zu wissen, dass Familien in dieser Anfangszeit bei Fragen und Problemen kompetente Ansprechpartner haben. Eine Hebamme kommt anfangs, wenn nötig, täglich zur Nachsorge ins Haus. Die Kosten dafür übernimmt in den ersten zwei Monaten nach der Geburt die Krankenkasse. Wenn es Probleme gibt, zum Beispiel beim Stillen, zahlt die Krankenkasse sogar einen zweiten Besuch am Tag. „Dieses Angebot steht jeder Frau zu und bedeutet nicht, dass zwangsläufig Schwierigkeiten nach der Geburt und in der ersten Zeit mit dem Kind auftreten“, erklärt Dorothea Kühn vom „Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands“. Reicht die Hebammenhilfe nicht aus, sollten Eltern keine Scheu haben, sich an spezialisierte Stellen zu wenden, zum Beispiel an eine Eltern/Säuglings-Sprechstunde bei so genannten „Schreibabys“ oder an eine Paarberatung oder Paartherapie bei partnerschaftlichen Konflikten.

Was will mein Baby? Hier geht es weiter.