„Man kann sich nicht rundum absichern“
Passende Policen für Familien
Versicherungen gibt es wie Sand am Meer. Für einen Laien ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Insbesondere Paare mit Kindern fragen sich, welcher Schutz für ihre Familie der richtige ist. Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW rät, Prioritäten zu setzen.
KIND & GESUNDHEIT: Frau Weidenbach, welche Versicherungen brauchen Familien wirklich?
Elke Weidenbach: Man sollte zwischen notwendigen Versicherungen unterscheiden und solchen, die sinnvoll sind, wenn eine Familie sie sich leisten kann. Bei der Absicherung der Gesundheit gibt es allerdings keine Diskussion. Jeder muss gesetzlich oder privat krankenversichert sein. Ein freiwilliger Zusatz ist die Auslandskrankenversicherung: Der heimische Versicherungsschutz gilt nämlich nicht überall. Bevor Familien eine Reise antreten – und sei es nur ein Wochenende in den Niederlanden – ist es gut, sich darüber zu informieren. Eine Auslandskrankenversicherung greift weltweit, ein möglicher Rücktransport ist mitversichert. Ob Eltern noch zusätzlich eine Krankentagegeld-, Unfall- oder eine Zahnzusatzversicherung abschließen wollen, hängt von ihren finanziellen Möglichkeiten ab.
K & G: Ein Thema, mit dem sich Eltern ungern beschäftigt: Sie könnten erkranken, verunglücken oder gar sterben.
E. W.: Das ist der größte anzunehmende Unfall – und den müssen Familien mit Kindern einkalkulieren. Wenn der Vater der alleinige Versorger ist und bei einem Unfall ums Leben kommt, ist oftmals nicht nur die Trauer überwältigend. Schnell kann darüber hinaus ein finanzieller Engpass hinzukommen. Für Fälle wie diese ist eine Risikolebensversicherung enorm wichtig. Ähnlich sieht es mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Diese beiden Versicherungen werden häufig zusammen als Paket angeboten. Wir empfehlen, daneben für jeden einzelnen Bereich Angebote anzufordern.
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