Fluoridgabe im Kleinkindalter
Tabletten oder Zahncreme?
Karius und Baktus, die beiden bösen Kobolde, kommen
spätestens im Kindergarten zur Sprache. Doch was tun bis dahin? Wie
schütze ich mein Baby? Bereits mit dem ersten Zahn entsteht die Gefahr
von Karies.
Fluoride sind ein wichtiger Bestandteil
der Kariesprophylaxe. Sie härten den Zahnschmelz und haben eine
positive Wirkung auf die Zahnoberflächen. Dadurch können sich die
Bakterien nur schwer dort anheften, vermehren sich weniger und der
Zahnbelag entsteht langsamer. Als natürliche Spurenelemente sind
Fluoride im Trinkwasser und in verschiedenen Lebensmitteln enthalten.
Diese natürlichen Quellen reichen jedoch für die Deckung des Bedarfs
nicht aus. Daher sind die Salze in fast allen Zahncremes enthalten. Die
Schutzwirkung der Fluoride ist unbestritten, und daher sind sich
Kinderärzte und Zahnärzte darin einig, dass bereits Säuglinge
ausreichend damit versorgt werden müssen. Nur wie diese Versorgung
aussehen sollte, darüber gibt es in der Fachwelt unterschiedliche
Ansichten.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
empfiehlt, von Geburt an bis ins Alter von drei Jahren Fluoride in Form
von Tabletten oder Tropfen zu verabreichen (im ersten Jahr in
Kombination mit Vitamin D zur Rachitisprophylaxe und für das
Knochenwachstum). Diese frühe Gabe soll die Zahnhärtung bereits in der
Phase des Zahnaufbaus unterstützen. Ab dem ersten Zahn sollte das Kind
zusätzlich in die tägliche Zahnpflege eingewiesen werden. Dabei sollten
Eltern ihren Kindern die Zähne entweder ohne Zahnpasta oder mit einer
fluoridfreien Creme putzen, um Überdosierungen zu vermeiden. Bei den
Allerkleinsten reinigt man die Zähne am besten mit einem feuchten
Wattestäbchen. Sind schon mehrere Zähne vorhanden, können diese mit
einer Kinderzahnbürste geputzt werden. Erst nach Absetzen der Tabletten
sollen Kinder dann eine fluoridhaltige Zahncreme verwenden.
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