Kindliche Angst vor Spritzen
Mit einfachen Methoden die kindliche Angst vor Spritzen verringern
Ablenkung, örtliche Betäubung, Anwesenheit der Eltern und Aufklärung helfen, Kindern die Angst vor der Spritze zu nehmen bzw. gar nicht aufkommen zu lassen, so das Ergebnis einer französischen Studie. „Welches Verhältnis ein Kind zum Arzt und auch zu Impfungen
hat, können Eltern zusammen mit dem Kinder- und Jugendarzt schon früh mit einfachen Mitteln beeinflussen.
Dies zeigt eine Untersuchung bei über 200 Kindern im Alter zwischen vier und zwölf Jahren, die verschiedene Maßnahmen und deren Auswirkungen auf das Schmerzerlebnis mit dem üblichen Vorgehen in Kinderarztpraxen ohne Vorbereitung verglich“, erläutert Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.
Die Wissenschaftler der Universität von Nancy veröffentlichten ihre Arbeit im Dezember in Family Practice. „Der Schmerz bei einer Impfung ist eigentlich nicht die prägende Erfahrung während des Arztbesuches. Viel bedeutender ist die Angst vor möglichen schlimmen Ereignissen und dem Unbekanntem, die zu den heftigen Reaktionen des Kindes führt“, berichtet Dr. Niehaus.
„Bei kleineren Kindern hängt das Empfinden oft auch von den Eltern ab. Die Zuversicht der Eltern gibt dem Kind das Gefühl, dass die Spritze nicht schlimm ist. Beruhigende Worte und körperliche Nähe zu einem Elternteil mindern den Schmerz oft schon erheblich.“
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