Rheuma bei Kindern

Wie eine Gruppe kleiner Patienten unvergessliche Ferien erlebte


Einfach mal nicht an ihre Krankheit denken und unbeschwert die Zeit genießen – das wünschen sich viele Kinder mit einer rheumatischen Erkrankung. Doch im Alltag werden sie durch Beeinträchtigungen oft und im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhaft daran erinnert, dass sie manche Grenzen früher erreichen als ihre Mitschüler.


Genau dies konnten 17 rheumakranke Kinder einmal komplett vergessen. Sie durften mit gleichaltrigen Betroffenen eine Woche voller Abenteuer und neuer Erfahrungen auf dem Schulbauernhof Hutzelberg bei Bad Sooden-Allendorf in Nordhessen verbringen.

„Ärmel hochkrempeln und aktiv anpacken“ lautete die Devise für die 8-12-jährigen Teilnehmer. Kühe melken, Käse herstellen oder Stall ausmisten – das sind nur einige der Aufgaben eines Bauers, die die Kinder während ihrer Woche auf dem Hutzelberghof unter fachlicher Anleitung ausprobieren durften. Daneben lernten die Kinder auch, wie sie aus selbst geerntetem Gemüse frische und vor allem leckere Mahlzeiten zubereiten. Auch wenn jeder Tag auf dem Bauernhof von Familie Schenke früh beginnt und es viel zu tun ist, so blieb für die Kinder natürlich auch genügend Zeit zum Spielen, Ausruhen oder auch einmal für Krankengymnastik. Das macht einen Urlaub ja auch aus!

Eine der wohl wichtigsten Erfahrungen für die Kinder war, Gleichaltrige kennen zu lernen, die ebenfalls an einer rheumatischen Erkrankung leiden. Viele trafen bei der einwöchigen Freizeit erstmals auf andere junge Patienten. „Es tut den Kindern gut, sich mit anderen z.B. über die Erfahrungen mit Mitschülern, Lehrern, Freunden und Bekannten austauschen zu können“, sagt Birgit Lievenbrück, Geschäftsführerin der Kinder-Rheumastiftung, Garmisch-Patenkirchen. „Frei nach dem Motto: zusammen sind wir weniger allein. Auch nachhaltig helfen die Bekanntschaften, die meist über den Zeitraum dieser einen gemeinsamen Woche hinausgehen, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken.“

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