Mentholhaltige Erkältungsmittel für Kleinkinder nicht geeignet
Wenn Säuglinge oder Kleinkinder erkältet sind, ist von einer Behandlung mit Präparaten zum Einreiben oder Inhalieren, die ätherische Duftstoffe enthalten, dringend abzuraten. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung e.V. in Hannover hin. „Der Geruch von Menthol, Pfefferminzöl oder Eukalyptus mag bei einer Erkältung zwar wohltuend erscheinen.
Bei Kindern unter drei Jahren können solche Erkältungsmittel mit ätherischen Ölen aber zu starken Atembeschwerden und sogar Erstickungsanfällen führen“, warnt Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lungenstiftung und Leiter der Pneumologischen Klinik Waldhof Elgershausen in Greifenstein. „Wie jetzt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Chest wird immer wieder von Kindern berichtet, die auf solche Präparate mit schwerer Atemnot reagieren und dann im Krankenhaus behandelt werden müssen.
Ätherische Duftstoffe wie Menthol können bei Kleinkindern die Atemwege so sehr reizen, dass sie vermehrt Schleim bilden. Dadurch verengen sich die Atemwege, die ja aufgrund der Erkältung ohnehin schon entzündet und verschleimt sind, noch stärker. Das heißt: Solche Erkältungsmittel bewirken bei Kindern keine Linderung der Beschwerden, sondern vielmehr eine Verschlimmerung, die unter Umständen sogar lebensbedrohlich sein kann.“
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