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Zeckenschutz I
Foto: Jottum
Zeckenschutz
Gut gewappnet gegen die Krabbler
Sommer macht Spaß! Für Kinder gibt es jetzt nichts Schöneres, als durch den Wald zu streifen, hinter Büschen Verstecken zu spielen oder im Garten ein Baumhaus zu bauen. Manchmal bringen sie von diesen Naturabenteuern eine Zecke mit nach Hause. Zwar überträgt nicht jede Zecke gefährliche Krankheiten. Trotzdem ist es wichtig, sich vor den winzigen Spinnentieren zu schützen.
Paul kennt das schon: Jeden Nachmittag, wenn er vom Spielen nach Hause kommt, untersucht ihn seine Mutter von Kopf bis Fuß. Sie möchte sichergehen, dass sich am Körper ihres Sohnes keine Zecke festgesetzt hat. Paul weiß, dass er sich vor den winzigen Tierchen nicht zu fürchten braucht. Seine Eltern haben ihm aber auch erklärt, dass er ein paar Regeln beachten muss, um von ihnen und den Krankheiten, die sie verursachen können, verschont zu bleiben.
Unscheinbar und clever
Zecken sind Parasiten. Sie brauchen das Blut anderer Lebewesen, um
sich zu entwickeln. Die unscheinbaren Blutsauger lauern bevorzugt an
Wald-rändern, Lichtungen oder Bächen. Auch Sträucher in Gärten oder Parkanlagen sind beliebte Zeckendomizile. Außerdem mögen sie die Ufer von Flussauen, Baggerseen und Naturfreibädern. Zwar kann eine erwachsene Zecke bis zu 1,50 Meter hoch klettern. Meistens aber tummelt sie sich in Knie- bis Hüfthöhe. Unter den Zecken gibt es einige, die ernst zu nehmende Krankheiten übertragen. Über Tierblut nehmen sie nämlich mitunter Bakterien und Viren auf. Stechen sie anschließend einen Menschen, können diese Erreger auf ihn übergehen. Um ungestört an die ersehnte Mahlzeit zu gelangen, gehen Zecken recht trickreich vor: Damit das Blut ihres „Opfers“ flüssig bleibt, geben sie über ihren Speichel gerinnungshemmende und betäubende Substanzen in die Wunde ab. Dadurch bemerken die meisten Menschen den Stich gar nicht.
Impfung schützt vor FSME
Zu den Krankheiten, die durch einen Zeckenstich verursacht werden können, gehört die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) – eine Viruserkrankung des zentralen Nervensystems. Das FSME-Virus befindet sich bevorzugt in den Speicheldrüsen der Zecken und wird bereits ab Beginn des Stiches übertragen. FSME tritt regional unterschiedlich stark auf: Baden-Württemberg, weite Teile Bayerns und einige Landkreise in Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz gehören nach Angaben des Robert- Koch-Institutes zu den Risikogebieten. Insgesamt werden bundesweit jährlich zwischen 230 und 290 FSME-Fälle nachgewiesen, 2006 waren es sogar über 500. Nicht jede Infektion führt jedoch zu einem schweren Krankheitsverlauf. Das Gros der Patienten erlebt die FSME folgenlos. Kinder leiden meist unter milden Symptomen, aber auch schwere Verläufe können vorkommen. Vor FSME schützt eine Impfung zuverlässig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät allen zu dieser Vorsorge, die in Risikogebieten leben oder dorthin reisen und sich viel in der Natur aufhalten. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt die Impfempfehlung.
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