Foto: Petit Bateau

Zehen-Spiel

Damit Eltern wissen, wo der Schuh drückt

Kinderfüße sind keine Mini-Ausgabe von Erwachsenenfüßen: Sie sind extrem weich und beweglich und bei 98 Prozent der Babys auch noch kerngesund. Doch nur jedes dritte Kind wird ohne Fußprobleme erwachsen. Der Grund sind fast immer zu kleine oder falsche Schuhe.

 

Was Füße krank macht

Knapp 200 Millionen Schritte tragen uns unsere Füße im Laufe unseres Lebens. Man könnte auch sagen 4,5 Mal um die ganze Erde.

Füße sind ein wahres Wunderwerk aus 28 Knochen und einer Vielzahl an Bändern, Muskeln und Sehnen. Ziemlich beeindruckend das ganze Zusammenspiel. Ziemlich selbstverständlich für denjenigen, der gesunde Füße hat. Das können aber nur 40 Prozent der Erwachsenen von sich behaupten. Ob Senk- oder Spreizfüße, kaputte Knie- oder Hüftgelenke, Haltungsschäden, Rückenschmerzen oder Muskelverkürzungen: Jahrelanges Tragen von falschem Schuhwerk kann nach und nach den kompletten Bewegungsapparat des Menschen verformen. Für Eltern heißt das: Augen auf beim Schuhe-Kauf!

Das Besondere an Kinderfüßen

Kinderschuhe müssen sich den kleinen Füßen anpassen – nicht umgekehrt. Bis zum sechsten Lebensjahr sind Kinderfüße weich wie Gummi, die kindlichen Knochen noch extrem formbar. Deshalb würden sie auch locker in Schuhe passen, die bis zu drei Nummern zu klein sind.

Knapp die Hälfte der Kinder in Deutschland zwängt sich in Schuhe, die für ihre Füße nicht geeignet sind. Das bestätigt eine Studie Tübinger Wissenschaftler, die sich das Schuhwerk von 3000 Kindern zwischen zwei und 14 Jahren genauer angesehen haben. Das Ergebnis: 48 Prozent trugen zu kleine, neun Prozent zu große Schuhe, und viele Kinder auch zu klobige, zu enge, zu weite, zu steife, zu schwere, zu ausgetretene oder luftundurchlässige Treter.

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