Lese-Rechtschreibstörung: Betroffene berichten

Judith Hilden, 10 Jahre (Foto: Wim Wöber)
Judith Hilden, (zehn Jahre), hat eine Lese-Rechtschreibstörung.
"Ich kann nicht so gut lesen und schreiben wie andere Kinder. In der Schule gibt es Aufgaben, bei denen wir falsche Wörter erkennen müssen. Das kann ich nicht gut, weil ich selbst nicht alles richtig schreibe. Aber ich habe mich daran gewöhnt.
Seitdem ich zur Lerntherapie gehe, bin ich in der Schule besser geworden. Früher habe ich auch immer den ganzen Tag für meine Hausaufgaben gebraucht. Das war richtig anstrengend. Jetzt geht es schneller.
Falls ich nicht weiterkomme, frage ich Oma oder Opa, ob sie mir helfen können. Einmal in der Woche besuche ich eine pensionierte Lehrerin. Wir machen schöne Übungen: Ich male zum Beispiel bunte Kreise, Kringel und Schwünge. Meine Hand und mein Handgelenk werden dadurch lockerer, das hilft mir beim Schreiben.
Wenn ich Zeit habe, höre ich gerne Hörbücher, am liebsten Fantasy-Geschichten. Das finde ich besser als Lesen."
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