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Schule: Schlüsselrolle bei häuslicher Gewalt


Staatssekretär Kues: „Schule nimmt Schlüsselrolle bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt ein"

„Wenn Kinder zu Hause Gewalt erfahren, prägt diese Erfahrung meist ein ganzes Leben. Die eigenen Leiden im Kindesalter werden nicht selten weitergegeben an Gleichaltrige oder später den Partner. Deswegen ist es so wichtig, dass wir den Kreislauf der Gewalt so früh wie möglich unterbrechen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues.
„Die Kultur des Hinschauens und Handelns muss sich in allen gesellschaftlichen Bereichen etablieren - auch und besonders in den Schulen. Sie sind eine wichtige Schnittstelle, an der Hilfssignale betroffener Kinder und überforderter Eltern ankommen und wo gezielte Unterstützung für überforderte Familien auf den Weg gebracht werden kann.

Schule als Schnittstelle für Hilfssignale

Modellprojekte wie das vom Bundesfamilienministerium geförderte Projekt BIG zeigen erstmals in Deutschland, wie wirksamer Kinderschutz in der Schule aussehen kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Beispiel in vielen anderen Bundesländern Schule machen würde", so der Parlamentarische Staatssekretär weiter.
Kues eröffnete am 3. Juni in Berlin die Fachkonferenz "Präventionsmaßnahmen gegen häusliche Gewalt: Was kann Schule machen? ˆ voneinander lernen ˆ miteinander kooperieren ˆ gemeinsam Lösungen finden".
Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schule, Wissenschaft und Politik aber auch Kinder- und Jugendhilfe, Verbänden und Organisationen aus dem Anti-Gewalt-Bereich diskutierten vorgestellte Ergebnisse von Modellprojekten zur Unterstützung von Gewaltopfern unter Kindern.

Die Konferenz will insbesondere die zuständigen Akteure auf Landesebene für weitere praktische Schritte zur Prävention im Verantwortungsbereich der Schule gewinnen. Annegret Kramp-Karrenbauer, saarländische Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur und amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz dazu: „Wir sollten darauf hinwirken, in den Ländern bestehende Strukturen und Möglichkeiten bekannt zu machen, bestehende Kooperationen weiter zu entwickeln und die Möglichkeiten, das Thema im Unterricht aufzugreifen, zu nutzen. Ich bin überzeugt, das ist eine wichtige Aufgabe, der sich verschiedene gesellschaftliche Gruppen annehmen müssen. Die Schule ist ein wichtiger Teil davon."

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