Kinder und Bücher

Abenteuer „Lesen“


Wenn ein Kind in der Grundschule zum ersten Mal ein Buch in der Hand hält, ist das reichlich spät. Zu spät. Denn das Gespür für Sprache und Bücher ist eines der wichtigsten Dinge, die Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben können.





Janik (10): "Harry Potter interessiert mich aber gar nicht." (Foto: Wim Wöber)

Mit Karlsson aufs Dach fliegen, mit Pippi Langstrumpf die Wände hoch laufen, mit Shir Khan durch den Dschungel streifen oder mit Momo die Zeit retten: Bücher eröffnen Kindern neue, aufregende Welten, lassen sie in andere Identitäten schlüpfen und erlauben ihnen Fantasiereisen aus dem Alltag.
Lesen gehört zu jeder Kindheit wie ein aufgeschlagenes Knie oder ein geliebtes Kuscheltier. Doch die kindliche Lust am Schmökern muss vielfach erstmal geweckt werden. Aus gutem Grund: Lesen ist nicht nur spannende Freizeitbeschäftigungen, sondern auch Grundlage allen Lernens.

Vorlesen als Türöffner

Eine amerikanische Studie ergab: Je früher Eltern ihren Kinder vorlesen, desto besser wird ihr Vokabular. „Viele Eltern wissen gar nicht, dass sie mit ihrem Kleinkind schon Bilderbücher anschauen können. Dabei sind sie ein wunderbares Einstiegsmedium für Kinder“, fügt Sabine Bonewitz von der „Stiftung Lesen“ hinzu .Gerade die Phase unter drei Jahren ist für die spätere Sprachkompetenz sehr wichtig.
Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät: „Beim Vorlesen schlagen Eltern zwei Fliegen mit einer Klappe: Leseförderung ist immer auch Sprachförderung. Mit dem Spaß an der Sprache geht später auch der Spaß am Lesen einher“.

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