Fleisch - nein danke!

Foto: Freoli
Fleisch – nein danke!
Auch für Kinder eine Alternative: vegetarische Ernährung
Vor 20 Jahren waren Vegetarier noch Exoten. Mittlerweile ernähren sich fünf bis acht Prozent der Erwachsenen in Deutschland fleischlos – und ihre Kinder meist auch. Ob das gesund ist?
Mmmmh, heute gibt’s Ellas Lieblingsessen: Spaghetti Bolognese! Mama schüttet gerade die Vollkornnudeln ins sprudelnde Wasser, rührt in der Pfanne die Bolognese um, fügt noch zwei Lorbeerblätter, etwas Paprikapulver und frische Kräuter hinzu. Umrühren. Fertig. Wie das duftet! Und schmeckt!
Wie echte Bolognese, dabei essen Ella und ihre Eltern gar kein Fleisch. Deshalb ist auch kein Gehacktes in der Soße, sondern Sojaschnetzel. Pseudo-Bolognese nennt ihre Mama Susanne dieses Gericht. Die 40-Jährige amüsiert sich immer noch über die Gesichter ihrer Freunde, wenn diese überrascht feststellen, wie echt unecht schmecken kann.
„Nur beim Grillen hört für viele der Spaß beim Anblick von Soja-Würstchen auf“, fügt ihr Mann lachend hinzu. „Es muss nicht immer Fleisch sein, es gibt leckere Alternativen“, sagt der überzeugte Vegetarier. Seit sie entschieden haben, ihre Tochter ebenfalls vegetarisch zu ernähren, mussten die beiden jedoch viele Diskussionen führen und ihre Ernährungsweise mehr als einmal rechtfertigen. Dabei achtet das Paar sehr genau auf ausgewogene Ernährung, gerade bei Ella, die Gemüse gerne isst. Und trotzdem: Unverantwortlich nennen sie die einen, grob fahrlässig die anderen. Für die meisten gehört Fleisch eben zu einer gesunden Ernährung dazu – besonders bei Kindern!
Abwechslungsreich und schonend zubereitet
„Wenn die fleischlose Ernährung richtig zusammengestellt und zubereitet wird, dann gibt es keine Risiken!“, sagt der Ernährungswissenschaftler Professor Dr. Claus Leitzmann. Egal ob man komplett auf tierische Produkte verzichtet oder Eier, Milch und Milchprodukte konsumiert.
„Im Prinzip sind alle Varianten der vegetarischen Ernährung auch für Kinder geeignet“, sagt der Vegetarismus Experte, aber: „Je mehr tierische Produkte gemieden werden, desto wichtiger ist eine sorgfältige Planung der Kost, um eine vollwertige Ernährung zu erreichen!“ Und nicht nur das WAS auf den Teller kommt ist wichtig, sondern auch das WIE.
Denn um eine optimale Versorgung mit Nahrungsenergie, Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen sowie essenziellen Nährstoffen für sein Kind zu erreichen, ist neben einer abwechslungsreichen, gesunden Ernährung auch ihre schonende Zubereitung notwendig.







