Ein Fall für zwei: Ernährung während der Schwangerschaft
Doppelt so gut statt doppelt so viel – so lautet das Motto in Sachen Ernährung für Schwangere. Werdende Mütter benötigen nur wenig mehr Kalorien, dafür aber erhöhte Mengen an Nährstoffen.
Während der Schwangerschaft für zwei essen“ – diese Sichtweise ist überholt: „Ein solches Essverhalten führt zu einer überflüssigen Fettbildung und einer energetischen Überversorgung. Das birgt Gefahren für Mutter und Kind“, sagt Sigrid Siebert, Ernährungstherapeutin der „Stiftung Reformhaus-Fachakademie“.
„Der Energiebedarf ist während der neun Monate nur mäßig erhöht. Dem gegenüber steht ein teilweise um bis zu 100 Prozent erhöhter Bedarf an bestimmten Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien.“
Ermittlung: Nährstoffbedarf
Womit wir schon beim Dilemma der Ernährung während der Schwangerschaft sind: Mit einer nur gering erhöhten Energieaufnahme müssen werdende Mütter einen erheblich höheren Nährstoffbedarf abdecken. Auch nach den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) beträgt der Energiemehrbedarf lediglich 225 Kalorien pro Tag. Und die sind mit einem Käsebrot plus Apfel oder einem Putenschnitzel mit Salat abgedeckt. „Zunächst ist es gar nicht nötig, mehr zu essen“, sagt Sigrid Siebert. „Die zusätzliche Energie fürs Baby brauchen Schwangere erst ab dem vierten Monat. Und dann macht der Mehrbedarf nur etwa zehn Prozent des Energiebedarfs einer Frau pro Tag (2.300 bis 2.400 kcal) aus.“
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