Wehenschmerzen
Schwedische Forscher der Medizinischen Universität des Karolinska Instituts kommen zu der Ansicht, wonach Wehenschmerzen bei der Geburt nicht vom Gebärmutterkörper (Uterus) sondern vom Gebärmutterhals (Cervix) ausgehen. Grundlage dieser Hypothese sind Untersuchungen von Berith Karlsson Tingaker, an Gewebeproben dieser Organe bei Schwangeren und nicht-schwangeren Frauen sowie bei entbindenden Müttern. Die Wissenschaftler untersuchten in der Studie den Uterus und die Zervix auf deren Versorgung mit Nerven und zogen darüber Rückschlüsse auf die Schmerzempfindlichkeit des Gewebes.
„Geburtswehen werden vom Großteil der Frauen als äußerst heftige Schmerzen empfunden. Besonders die letzten so genannten Eröffnungswehen können so stark werden, dass sie oft nur unter Schreien ertragen werden. Wehenschmerzen werden den stärksten Schmerzen überhaupt zugeordnet", erläutert Dr. Christian Albring, der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF) den Hintergrund der Studie. „Bisher konnte jedoch noch nicht genau ermittelt werden, von wo die Schmerzen ausgehen, die letztlich die Geburt einleiten. Ein Erklärungsansatz war, dass die so genannte Blutstase, auch Blutleere, der Gebärmutter während der Wehe für die Schmerzen verantwortlich ist."
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