Dicht an dicht: Tragehilfen

Foto: ERGObaby
Dicht an dicht: Tragehilfen
Auf Schotterpisten, im Schnee, am Strand: Wo Kinderwagen an ihre Grenzen stoßen, haben sich Tragetücher, Bauch- und Rückentragen als Transportmittel fürs Baby bewährt. Es gibt aber noch mehr Gründe, den Nachwuchs huckepack zu nehmen.
Eine Studie des Kinderspitals Zürich hat gezeigt: Kinder, die getragen werden, weinen weniger und sind zufriedener. Kein Wunder, fühlen sie sich auf dem Arm ein bisschen wie in Mamas Bauch: Die Kleinen hören den vertrauten Herzschlag, die bekannte Stimme und spüren die wohlige Körperwärme. Das Problem: Irgendwann machen selbst die trainiertesten Arme schlapp. Dann kommen praktische Helfer zum Tragen.
In Tragetüchern, Bauch- und Rückentragen fühlen sich Babys geborgen und können unter Mamas und Papas Fittichen sicher die Welt entdecken. Und wenn die visuellen Eindrücke zu viel werden, lassen sich die Kleinen sanft in den Schlaf schaukeln. Weitere Pluspunkte: Die Großen haben beim Einkaufen, Essenmachen und Co. die Hände frei – und den Nachwuchs im Blick.
Von wegen schief gewickelt: Tragetücher
Bis zur sechsten Lebenswoche transportiert der Träger das Baby darin liegend vor dem Bauch in der so genannten „Wiege“. Wenn das Kind älter ist, nimmt es halbsitzend vor dem Bauch Platz, den Körper Mama oder Papa zugewendet. Nach vorne schauen sollte der Säugling frühestens ab vier Monaten, ansonsten droht schnell Reizüberflutung. Tragetücher sind in verschiedenen Längen erhältlich. Für den Kauf entscheidend sind die Körpergröße des Trägers und die Wickeltechnik.
Es gibt viele, mitunter komplizierte Varianten, das Tuch zu binden. Eltern sollten sie sich von der Hebamme oder in einem speziellen Tragetuchkurs zeigen lassen. Wenn man die Wickeltechniken beherrscht, ist das Tragetuch ein verlässlicher Begleiter bis etwa zum dritten Lebensjahr des Kindes. Wem Binden und Knoten zu aufwändig sind, ist mit einer Trageschlinge – einem fertig gebundenen Tragetuch – besser bedient.







