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Trainingslager

Geburtsvorbereitung

Auf jede andere Prüfung bereitet man sich ja auch vor. Die Zeiten, in denen bei der Geburtsvorbereitung nur „gehechelt“ und „geturnt“ wurde, sind allerdings vorbei. Heute erwartet die werdenden Eltern ein buntes Angebot an Aufklärung, Austausch und aktiver Mitgestaltung.

Die Idee der Geburtsvorbereitung geht bis in die 1940er Jahre zurück: Der britische Gynäkologe Grantley Dick-Read erkannte als erster, dass die Angst der Frauen vor und während der Geburt einen entscheidenden Einfluss auf ihre subjektiv empfundenen Geburtsschmerzen hat. „Das zentrale Anliegen der Geburtsvorbereitung ist seitdem klar definiert. Die werdenden Mütter auf die Geburt und das Leben mit dem Neugeborenen vorzubereiten und ihnen Vertrauen in die Fähigkeit zu schenken, ein Kind gebären und für es sorgen zu können“, sagt Edith Wolber vom „Bund Deutscher Hebammen“.
Einen wichtigen Teil der Geburtsvorbereitung bilden Information und Aufklärung über den Geburtsverlauf und mögliche Abweichungen, über das Wochenbett und das Stillen. „Wir sensibilisieren die Frauen für ihren Körper und ihre Bedürfnisse“, erklärt Edith Wolber. „Und vermitteln den werdenden Eltern Bewegungs-, Entspannungs- und Atemtechniken für den richtigen Umgang mit der veränderten Körperlichkeit und ein realistisches Bild vom Leben mit dem Neugeborenen.“

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