„Schwangere haben einen großen Gesprächsbedarf“
Vorbereitung auf die Geburt
Testergebnis: schwanger! Sobald sich die erste Aufregung gelegt hat, schießen Müttern in spe eine Menge Fragen durch den Kopf. Was darf ich jetzt essen? Kann ich noch in den Urlaub fliegen? Und wie läuft eigentlich eine Geburt ab? Hebammen können Schwangeren von Anfang an Unterstützung bieten, sagt Eva-Maria Chrzonsz und erklärt, warum eine intensive Betreuung der Frauen so wichtig ist.
BABY & GESUNDHEIT: Frau Chrzonsz, wie gehen Schwangere die Suche nach einer passenden Hebamme am besten an?
Eva-Maria Chrzonsz: Die meisten Frauen finden ihre Hebamme über Mund-zu-Mund-Propaganda. Sie vertrauen auf Erfahrungen, die andere mit einer bestimmten Hebamme gemacht haben. Wer noch niemanden um Rat fragen kann, wendet sich am besten an den Frauenarzt. Die Mediziner arbeiten manchmal mit Hebammen zusammen oder haben in ihren Praxen Flyer ausliegen. Auch über das Internet werden Schwangere fündig, zum Beispiel über unsere Hebammenlandesverbände.
Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich um eine Hebamme zu kümmern?
Wir raten den Frauen, sich rund um die zehnte Schwangerschaftswoche um eine Hebamme zu bemühen. Denn das Vertrauensverhältnis zwischen Hebamme und Frau ist stärker, wenn man sich früh kennen lernt und die ersten Ängste oder Probleme, auch privater Natur, bespricht.
Eine Frage, die Schwangere beschäftigt, ist das „Wo und Wie“ der Geburt.
Richtig. Es ist sehr wichtig, dieses Thema neutral zu halten und die Frauen nicht in eine bestimmte Richtung zu drängen. Das Motto lautet daher: informiert entscheiden! Wir klären die Frauen bzw. die Paare sachlich über alle Möglichkeiten auf. Auch über die Periduralanästhesie, die möglicherweise zum Einsatz kommt, sollten die Frauen beispielsweise vorab Bescheid wissen. Nur dann können sie eine bewusste Entscheidung treffen.
Der Geburtsvorbereitungskurs