Beipackzettel
Beipackzettel: Wie häufig sind Nebenwirkungen?
Beim Lesen eines Beipackzettels verunsichert die lange Liste der Nebenwirkungen viele Patienten. Nebenwirkungen sind unerwünschte Begleiterscheinungen, die trotz bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können. Fakt ist: Jede bekannte Nebenwirkung muss aufgeführt werden, aber nicht jede ist gleich häufig. Im Beipackzettel wird auch die Häufigkeit der Nebenwirkungen beschrieben.
Häufig: Bei mehr als zehn Prozent der Arzneimittelanwender sind Nebenwirkungen feststellbar.
Gelegentlich: Die genannten Nebenwirkungen sind bei ein bis etwa zehn Prozent der Anwender möglich.
Selten: Die Wahrscheinlichkeit einer Nebenwirkung liegt unter einem Prozent, das heißt, höchstens ein Patient von mindestens hundert Anwendern könnte eine Begleiterscheinung zeigen.
Sehr selten: Bei 0,1 Prozent, das heißt bei einem Patienten unter 1000 Verwendern, könnte die Nebenwirkung auftreten.
Im Einzelfall: Vereinzelte Fallmeldungen, die sich nicht mehr in Prozent angeben lassen. Im Allgemeinen bedeutet das einen Fall auf 50 000 bis 100 000 Anwender.
Stellt ein Patient nach der Anwendung eines Medikamentes spürbare Veränderungen fest, sollten er sich bei seinem Apotheker melden. Ist diese Nebenwirkung noch nicht bekannt, leitet er diese Information an die Arzneimittelkommission weiter. Patienten sollten das Medikament hingegen nicht eigenmächtig absetzen oder die festgelegte Dosis zu reduzieren.
Quelle: Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA