Fluoride
Fluoride machen Zähne hart im Nehmen
Optimaler Kariesschutz schon für Kleinkinder
Zwei bis fünf Gramm Fluorid enthält der menschliche Körper, und bis zu 95 Prozent davon befinden sich in Knochen und Zähnen, wo sie eine "tragende Funktion" für die Stabilität des Gewebes erfüllen. Die Zähne werden durch das Spurenelement hart und widerstandskräftig. Richtig angewendet und ausreichend vom Körper aufgenommen sind Fluoride ein Schutzschild gegen Karies. Sie blockieren den Stoffwechsel der Mundbakterien und hemmen so die Absonderung von Abbauprodukten, die die Bildung zahnschädlicher Säuren fördern.
Damit dieser natürliche Schutz möglichst effektiv greift, sollten Erwachsene zwischen 3,1 und 3,8 mg Fluorid am Tag zu sich nehmen. Doch das ist bei normaler Ernährung selten gewährleistet, denn nur wenige Lebensmittel enthalten Fluorid in größeren Mengen, wie Schwarztee, einige Fisch- und Mineralwassersorten. Zudem wird ein Teil des über die Nahrung aufgenommenen Fluorids ungenutzt ausgeschieden. Daher plädieren Zahnärzte dafür, Fluoride direkt am Zahn wirken zu lassen. Beispielsweise mit Zahnpasta, Mundspülungen oder Gelees. Bei regelmäßiger Anwendung ist so eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff gewährleistet.
Bei Kindern sollte die Zahnpflege schon mit dem Durchbruch des ersten Zahnes einsetzten, zunächst mit einem Wattestäbchen, später dann mit einer speziellen Kinderzahnbürste und -creme. Bis zum sechsten Lebensjahr sollten die Eltern beim täglichen Zähneputzen mit einer maximal erbsengroßen Portion Zahnpasta helfen. Danach zweimal am Tag, bis die Kinder unter Anleitung gelernt haben, die Zahnbürste richtig zu handhaben.
Mit Schuleintritt können Kinder eine fluoridhaltige Erwachsenen-Zahncreme benutzen. Die wöchentliche Anwendung eines Fluoridgelees, das tägliche Spülen mit einer Fluoridlösung oder das Auftragen eines Fluoridlacks auf die Zähne durch den Zahnarzt (Fissurenversiegelung) ergänzen die Kariesprophylaxe sinnvoll. Die Gefahr einer Überdosierung ist bei sachgemäßer Anwendung nicht gegeben.
Völlig unbedenklich ist der gleichzeitige Einsatz von zahnpflegenden Fluoridpräparaten und fluoridhaltigem Speisesalz, das heute in vielen Haushalten verwendet wird. Die zusätzliche Gabe von Fluorid-Tabletten sollte erst nach Rücksprache mit dem Kinderarzt erfolgen.
Quelle. IME Solingen