Heilpflanzen (Nebenwirkungen)

Auch Heilpflanzen haben Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bei pflanzlichen Präparaten sicher seltener, trotzdem sollte man Begriffe wie \"rein pflanzlich\" und \"natürlich\" nicht mit harmlos verwechseln. Ein Arzneimittel ohne Nebenwirkungen hat auch keine Hauptwirkung - auch wenn das eine etwas überspitzte Formulierung ist, steckt doch ein Körnchen Wahrheit darin.

Drei Beispiele:

Pflanzliche Abführmittel wie Aloe oder Faulbaum können bei unsachgemäßer Anwendung zu Kaliummangel führen, der wiederum eine Verstopfung verursachen kann. Diese Heilpflanzen sollten daher nur kurzfristig angewendet werden.

Einige ätherischer Öle enthalten Menthol. Sie dürfen nicht in der Schwangerschaft oder bei Kleinkindern angewendet werden, weil sie zu Schwellungen und Atemnot führen könnten. Menthol ist beispielsweise in Pfefferminzöl enthalten.

Arnika könnte innerlich eingenommen Herzprobleme verursachen und darf deshalb nur auf intakte Haut aufgetragen werden. Auch äußerlich kann diese Heilpflanze Allergien auslösen, Kreuzallergien zu anderen Korbblütlern wie Kamille müssen beachtet werden.

Nicht nur deshalb gehören Phytopharmaka in die Hände des Apothekers, der über Probleme bei der Anwendung und die richtige Dosierung informieren und beraten kann.

Quelle: Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA