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Cytomegalie

Cytomegalie

Die Cytomegalie (CMV) gehört zu den häufigsten Virusinfektionen, die das Kind während der Entwicklung im Mutterleib schädigen können. Laut Schätzungen sind weltweit zwischen 0,2 bis 2,4 Prozent aller Neugeborenen mit CMV infiziert.
Von den jährlich etwa 700.000 Schwangeren ist rund die Hälfte seronegativ, d. h. hat noch keinen Kontakt mit CMV gehabt. Mindestens ein Prozent von ihnen steckt sich jedoch während der Schwangerschaft erstmals damit an.
Das Risiko, dass auch das Kind infiziert wird, beträgt hier mehr als 40 Prozent. Somit stecken sich 1500 Kinder im Mutterleib an. 33 Prozent von ihnen kommen bereits krank zur Welt.

Die Folgen einer Infektion können beim Kind von Wachstumsstörungen über Hörschäden bis hin zur geistigen Behinderung reichen: geringes Geburtsgewicht, Trinkschwäche, Vergrößerung von Leber und Milz (Hepatosplenomegalie), Gelbsucht, Lungenentzündungen und neurologische Störungen wie Krämpfe, Anämie (Blutarmut), Einblutungen in die Haut durch eine erniedrigte Zahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie), zu kleiner Kopf (Mikrozephalie), Verkalkungen im Gehirn, geistige Behinderung, Entwicklungsverzögerung sowie Schädigungen von Auge und Gehör werden beobachtet.

Über 90 Prozent der betroffenen Neugeborenen entwickeln dauerhafte Folgeschäden. Die Sterblichkeit liegt bei etwa 10 Prozent.
Leider können selbst Kinder infizierter Mütter, die bei der Geburt noch gesund sind, später noch erkranken.
Ein Test auf CMV ist in den Mutterschaftsrichtlinien bislang nicht enthalten. Ärzte bieten diese Untersuchung deshalb auch nicht routinemäßig an und auch die Krankenkassen übernehmen die Kosten (ca. 13 Euro) nicht. Erst wenn sich Symptome beim Kind zeigen, wenn das Kind zum Beispiel zu klein ist, wird derzeit der CMV-Test durchgeführt. Der CMV-Test ist eine einfache Blutuntersuchung.
Stellt sich heraus, dass die Frau seronegativ ist, also keine Antikörper im Blut hat, sollte der Test alle acht bis zwölf Wochen wiederholt werden.
Die Schwangere sollte zudem einige einfache Hygieneregeln beachten, um sich so gut wie möglich vor Ansteckung zu schützen.

 
 
 
 
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