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Gelenkbeschwerden

Gelenkbeschwerden

Manche lassen sich einfach lindern

Bei leichteren Gelenk- und Muskelbeschwerden ist eine Selbstmedikation möglich – aber nur, wenn die Schmerzen zum ersten Mal auftreten und nicht länger als eine Woche bestehen. Wenn hingegen die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist  oder man morgens steif oder verspannt ist, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Bislang lassen sich rheumatische Erkrankungen noch nicht heilen, aber die Symptome können verringert werden. In der Apotheke gibt es dafür rezeptfreie Arzneimittel. Sie können in leichten Fällen ausreichend sein und bei schwereren Erkrankungen die vom Arzt verordnete Therapie unterstützen.

Hier die wichtigsten Wirkungsmechanismen: Schmerzmittel wie Diclofenac, Naproxen oder Ibuprofen werden als Tabletten eingenommen oder als Salben bzw. Gele auf die schmerzenden Hautstellen aufgetragen. Sie lindern Schmerzen und Entzündungen. Allerdings sind die Tabletten nicht immer gut verträglich, etwa bei Magenbeschwerden oder Asthma. Außerdem sollten nicht mehrere verschiedene Präparate gleichzeitig eingenommen werden. Am magenverträglichsten sind die Tabletten, wenn man sie nach dem Essen mit viel Wasser einnimmt.

Bei den Salben und Gelen ist noch nicht geklärt, wie tief die Wirkstoffe in die Haut eindringen. Typische Nebenwirkungen sind Hautrötungen und Juckreiz. Wärme aus der Tube wird durch gefäßerweiternde Wirkstoffe erzeugt, zum Beispiel mit Cayennepfeffer oder Nonivamid. Die Erwärmung tut gut, ist aber vor allem für chronische Beschwerden geeignet. Akute Beschwerden werden meist besser mit Kälte behandelt, etwa mit Kältekissen. Diese Salben dürfen nur auf unverletzte Haut aufgetragen werden und nicht mit den Augen oder der Nase in Kontakt kommen.

Pflanzliche Rheumamittel sind unter anderem Teufelskralle, Weidenrinde, Brennnessel und Arnika. Sie sollten nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden. Auch rezeptfreies Vitamin E kann helfen.

Quelle: ABDA


 
 
 
 
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