Hausmittel für den Magen
Hausmittel für den Magen
Heilpflanzen für den MagenEine unkomplizierte Magenentzündung (Gastritis) kann nach Absprache mit dem Arzt unterstützend mit Heilpflanzen behandelt werden.
- Kamille und Schafgarbe hemmen Entzündungen und fördern die Durchblutung. Zusätzlich lindern sie Schmerzen und Krämpfe. Kamille hilft besonders gut, wenn gleichzeitig Entzündungen des Magens und vermehrte Säureproduktion vorkommt. Wem das Teekochen zu umständlich ist, der kann statt dessen alkoholische Tropflösungen mit warmen Wasser verdünnen. Als Hausmittel wird die Kamillenrollkur angewendet. Man kocht einen starken Kamillentee und trinkt ihn morgens auf nüchternen Magen. Dann legt man sich für jeweils zehn Minuten auf Rücken, danach für jeweils die gleiche Zeit auf die rechte Seite, den Bauch und die linke Seite. Durch die Inhaltsstoffe der Kamille und die Ruhe sollen sich auch hartnäckige Beschwerden nach ein bis zwei Wochen bessern.
- Ebenfalls krampflösend ist die bittere Schleifenblume, auch Bitterer Bauernsenf genannt. Sie kurbelt zusätzlich die Bildung von Magensaft an. Angewendet werden vor allem Kombinationsarzneimittel.
- Leinsamen und Malve bilden einen Schleim, der die Magenwand schützt. Den Leinsamenschleim kann man in Portionsbeutel abgepackt kaufen oder selbst herstellen. Dazu werden zwei bis drei Esslöffel abends mit etwa einem viertel bis halben Liter Wasser eingeweicht und über Nacht stehen gelassen. Morgens diesen Sud kurz aufkochen, um Bakterien abzutöten, dann in eine Thermoskanne filtern. Die ausgelaugten Leinsamen weg werfen und die schleimhaltige Flüssigkeit körperwarm über den Tag verteilt trinken. Auch beim Malventee gibt es eine Besonderheit: er wird mit kaltem (!) Wasser angesetzt wird. Die erwünschten Schleime lösen sich in kaltem Wasser viel besser als wie sonst üblich mit heißem Wasser. Um Bakterien abzutöten, sollte der Tee trotzdem vor dem Trinken kurz aufgekocht werden.
- Beruhigend wirkt ein Baldriantee.
Quelle: Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA








