Hautpflege (bei Neurodermitis)
Hautpflege (bei Neurodermitis)
Etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder leiden an trockenen, juckenden
Hautstellen. Dafür gibt es verschiedene Namen, verbreitet sind Milchschorf (bei Kindern), Neurodermitis oder atopisches Ekzem. Wer an dieser Hautkrankheit leidet, sollte besonderen Wert auf die Hautpflege legen.
Was die Haut braucht, hängt aber auch von der Jahreszeit ab: Salben sind im Winter besser, im Sommer aber zu fettig. Stark fettende Salben behindern das Schwitzen und fördern den Juckreiz. In wärmeren Jahreszeiten sind Öl-in-Wasser-Cremes besser geeignet. Wer an Neurodermitis leidet, sollte mehrmals täglich dünn cremen – statt einmal dick.
Die Wirkung von Cremes mit und ohne Wirkstoff lässt sich durch
Fett-Fett-Verbände steigern. Dazu wird die Creme etwas dicker als normal aufgetragen und mit einem feuchten (!) Verband abgedeckt. Darüber kommt ein weiterer trockener Verband. Ein solcher Mehrschicht-Verband ist angenehmer als ein Folienverband, bei dem über die Creme eine undurchlässige Folie gewickelt wird.
Fast alle Salben und Cremes gegen Neurodermitis enthalten Harnstoff. Er verbessert die Fähigkeit der Haut, Wasser zu binden. Eingesetzt werden auch Kortison-Abkömmlinge. Richtig angewendet haben die meisten Wirkstoffe nur sehr geringe Nebenwirkungen. Hier gilt die Faustregel: Drei Tage anwenden, dann drei Wochen pausieren. Andere Wirkstoffe sind z.B. Antbiotika oder Calcineurin-Inhibitoren wie Pimecrolimus oder Tacrolimus.
Quelle: ABDA








