Heiserkeit
Heiserkeit
So lässt sie sich schnell lindern
Wenn die Stimme rau wird oder belegt klingt, hilft das Gurgeln mit Kamillen- oder Salbeitee. Reizlindernd wirken auch schleimhaltige Arzneipflanzen wie Primelwurzel oder Isländisch Moos. Sie helfen, die ausgetrocknete Schleimhaut zu befeuchten. In der Apotheke gibt es Lutschtabletten mit abschwellenden Entzündungshemmern oder regenerierendem Dexpanthenol. Zusätzlich sollte man möglichst warmem Tee oder andere Getränke in großen Mengen trinken.
Heiserkeit kann vielfältige Ursachen haben. Wenn Fieber und
Schluckbeschwerden hinzu kommen, dann ist vermutlich eine Erkältung die Ursache. Wenn das Fieber unter 39 Grad bleibt, kann man den Arztbesuch durch die Selbstmedikation mit rezeptfreien Medikamenten vermeiden. Weitere Ursachen für Heiserkeit sind beispielsweise eine Überbeanspruchung durch sehr lautes Reden oder trockene Heizungsluft. Hier hilft in erster Linie: Stimme schonen und die Ursache abstellen.
Auch Arzneimittel-Nebenwirkungen kommen als Ursachen für die chronische Heiserkeit in Frage. Stimmveränderungen sind eine seltene Nebenwirkung von Kortison, das als Spray verabreicht wird, beispielsweise bei schweren Fällen rheumatischer Erkrankungen. Diese Nebenwirkung lässt sich durch einige einfache Einnahmeregeln vermindern: Nach dem Einatmen des Sprays etwas essen
oder den Mund mit Wasser ausspülen – oder ein Zwischenstück (Spacer) zwischen Mund und Spray einbauen. Einzelheiten weiß der Apotheker.
Eine chronische Heiserkeit ist nicht harmlos. Wer länger als eine Woche heiser ist, sollte sich vom Arzt untersuchen lassen. Bei Kindern sollte akute Heiserkeit besonders ernst genommen werden. Durch Anschwellungen kann die Einatmung behindert werden, schlimmstenfalls droht eine lebensbedrohliche Atemnot.
Quelle: ABDA








