Migräne (bei Kindern)
Migräne (bei Kindern)
Migräne bei KindernHat ein Kind regelmäßig zwei bis dreimal pro Monat Kopfschmerzen, sollten die Eltern und Ärzte an Migräne denken. Migräne äußert sich bei Kindern oft anders als bei Erwachsenen. Der Schmerz betrifft beide Seiten des Kopfes und die Stirn, statt nur eine Seite wie bei Erwachsenen. Die typischen Begleiterkrankungen wie Übelkeit und Erbrechen werden mit steigendem Alter häufiger. In Einzelfällen können die begleitenden Kopfschmerzen fehlen. Bei manchen Kindern kommen Schwindel oder phantastische Bilder ("Alice-im-Wunderland-Syndrom") hinzu.
Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindel sind bei Kindern immer ernste Symptome, die ein Kinderarzt abklären sollte. Einen Arzt sollten Eltern aufsuchen, wenn das Kind häufiger starke Kopfschmerzen hat, wenn sich die Schmerzen trotz Zuwendung und Ruhe nicht bessern und länger als zwei Stunden anhalten. Auch wenn zusätzlich Fieber, Erbrechen, Benommenheit oder Krampfanfälle auftreten oder das Kind nicht mehr sicher laufen kann, deutet dies auf eine ernstere Erkrankung hin.
Im akuten Migräneanfall helfen Ruhe und Dunkelheit. Auf eine Selbstmedikation mit Schmerzmitteln sollten die Eltern verzichten und den Einsatz von Arzneimitteln mit dem Arzt absprechen. Bei kindlicher Migräne haben nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden wie Entspannungstechniken Vorrang.
Quelle: Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA








