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Narben

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So lassen sie sich mit Geduld reduzieren

Narben entstehen, wenn bei einer Verletzung auch tiefere Hautschichten zerstört werden Sie sind nicht nur ein kosmetisches Problem, denn die neu gebildete „Ersatzhaut“ ist weniger flexibel und belastbar als die natürliche. Um die Bildung einer Narbe zu verhindern, können die Ränder einer Wunde mit einem Spezialpflaster aus der Apotheke zusammengehalten werden. Wenn die Wunde verschlossen ist, sollte die betroffene Hautstelle mehrmals täglich massiert werden, eventuell unterstützt durch eine Heilsalbe. So wird die Durchblutung verbessert und die Haut wird weich und geschmeidig. Scheuernde Kleidung oder Austrocknung hingegen begünstigen die Narbenbildung. Wichtig ist auch der Sonnenschutz, denn sonst kann sich die Narbe dunkel verfärben.

Ist die Narbe schon da, kann sie durch verschiedene Methoden reduziert werden. Die Aussichten sollten aber realistisch beurteilt werden – vollständig verschwinden werden nur die wenigsten Narben. Auch Geduld ist wichtig bei den lokal aufgetragenen Arzneimitteln, denn ein Erfolg kann sich nur einstellen, wenn sie über mehrere Monate mehrmals täglich angewendet werden. Silikongele, -folien und -pflaster aus der Apotheke arbeiten nach dem Prinzip der feuchten Kammer. Sie decken die Narbe und die umliegende Haut ab, Wasserdampf kann nicht mehr entweichen. So quillt die Haut auf, an der verletzten Stelle wird weniger Narbengewebe gebildet. Das Ziel: Die Narben weicher und flacher zu machen, den Juckreiz zu senken, Verfärbungen
sollen verblassen. Ähnlich funktioniert ein Pflaster aus Polyuretan. Es
deckt die Haut ab, die daraus folgende Temperaturerhöhung soll die
Hautfunktion verbessern. Bei anderen Cremes und Gelen mit Heparin soll die Durchblutung im Gewebe gefördert und die Wasserbindung im Gewebe verbessert werden.

Der Hautarzt hat weitere Möglichkeiten, eine Narbe abzutragen,
beispielsweise durch Vereisung oder Lasern. Eingefallene Narben können durch Injektionen aufgefüllt werden. Der Effekt hält aber meist nicht lange an, da die verwendeten Substanzen vom Körper abgebaut werden. Oder der Arzt spritzt Kortison in das Narbengewebe, das sich so abbauen soll. Wer unter großem Leidensdruck steht, der kann sich  unter Vollnarkose die Haut abschleifen lassen. Eine nebenwirkungsfreie Methode für alle anderen: Überschminken der
Narben mit extrem gut deckenden Make-up, der so genannten Camouflage.

Quelle: ABDA

 
 
 
 
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