Nasen-Nebenhöhlen
Nasen-Nebenhöhlen
Wie bleiben die Nebenhöhlen frei?Die Nebenhöhlen bemerkt man meist erst, wenn sie entzündet sind. Sie versorgen die Nase mit Schleim, der die Nasenschleimhaut feucht und sauber hält. Außerdem sind die Hohlräume im Schädel als Resonanzboden für die Stimme wichtig. Das bemerkt man bei Schnupfen: Sind die Eingänge der Nebenhöhlen verstopft, klingt die Stimme nasal und flach. Bei einer Nebenhöhlenentzündung oder Sinusitis sind die Nebenhöhlen voller zähem Schleim. Entzündungen treten auf, bei gelbliche Nasensekret sind die Nasenhöhlen vermutlich vereitert. Kopfschmerzen sind die Folge, die besonders beim raschen Vorbeugen zunehmen. Wichtig ist es, viel zu trinken und die Raumluft zu befeuchten. Zusätzlich werden verschiedene Arzneimittel eingesetzt:
- Nasentropfen und -spray mit abschwellende Inhaltsstoffe verengen die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. Dadurch werden die Eingänge der Nebenhöhlen wieder frei und der Schleim fließt ab. Solche abschwellenden Nasentropfen sollten nicht länger als fünf Tage eingesetzt werden, eine dauerhafte Gabe kann die Nasenschleimhaut schädigen.
- Nasenduschen mit Salzlösungen können langfristig eingesetzt werden. Sie spülen die Erreger der Nebenhöhlenentzündung heraus. Außerdem werden die Schleimhäute wieder angefeuchtet, dies erleichtert ihre Erholung.
- Inhalationen mit ätherischen Ölen wirken desinfizierend, schleimlösend und abschwellend. Meist werden Thymian-, Eukalyptus-, Pfefferminzöl mit heißem Wasserdampf zusammen inhaliert. Besser geeignet als die alte Methode mit Schüssel und Handtuch sind Inhalatoren, die die Augen freilassen, da mit ihnen länger und tiefer inhaliert wird.
- Pflanzliche Arzneimittel in Form von Dragees und Tropfen verflüssigen den zähen Nasenschleim. Zusätzlich regen sie die Zellen der Nasenschleimhaut an, verstärkt Schleim zu produzieren. Angewendet werden unter anderem Primelwurzel, Holunderblüten, Eisenkraut oder Enzianwurzel.
Quelle: Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA








