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Neurodermitis-Diät

Neurodermitis-Diät

Neurodermitis-Diät

Es gibt keine allgemein gültige Neurodermitis-Diät. Die Allergie-Auslöser sicher festzustellen, das heißt, detektivischen Spürsinn zu entwickeln. In jedem einzelnen Fall muss individuell und fachlich ausgetestet werden, gegen welche Nahrungsmittel bei dem Betroffenen eine Allergie besteht. Gleich, ob es sich um Haut-Tests (Prick-Test > von engl. "prick" = Stich) oder Tests auf Antikörper im Blut (RAST-Test > Kurzform für Radio-Allergo-Sorbent-Test) handelt: Diese Tests sollten durch einen praktischen Nahrungsmitteltest (sog. oraler Provokationstest) abgesichert werden, der das Ergebnis erhärtet. In diesem zweiten Test hält der Patient eine Zeit lang eine strikte Diät, unter der sich die Neurodermitis bessern sollte, um dann die vermeintlichen Nahrungsmittel-Allergene einzunehmen, die dann wiederum zu einer Hautreaktion führen. In den allgemeinen sog. Neurodermitiker-Diäten hingegen werden häufig von vornherein alle möglichen Allergie-auslösenden Nahrungsmittel weggelassen. Nahrungsmittel-Allergien beschränkenBabys und Kleinkinder, die Neurodermitis haben bzw. die durch erkrankte Eltern erblich vorbelastet sind, sollten in den ersten Lebensjahren Allergen-arm essen. Das Risiko des Ausbruchs der Erkrankung bei Kindern aus Allergikerfamilien kann durch eine spezielle Ernährung reduziert werden. Mütter sollten ihre Kinder z. B. mindestens 6 Monate lang stillen. Im ersten Lebensjahr ist auf sehr häufig Allergien auslösende Lebensmittel wie Hühnerei, Kuhmilch, Soja, Weizen, Fisch, Nüsse, Zitrusfrüchte, Schokolade, Tomaten und Erdbeeren zu verzichten. Diese Allergien klingen mit der Zeit wieder ab – bei 80% der Kinder bis zum Zeitpunkt der Einschulung. Z. B. legt sich die Allergie gegen Kuhmilch bei 90% der betroffenen Kinder bis zum Alter von drei Jahren, die Allergie gegen Eier bei 50% der betroffenen Kinder bis zum Alter von fünf Jahren.
Erwachsene wiederum reagieren auf Nahrungsmittel anders als Babys und Kleinkinder, und zwar verstärkt auf Obst, Nüsse und Gemüse.Allergiker haben jetzt eine weitere Möglichkeit, sich vor Allergien zu schützen: Zusatzinhaltsstoffe in Lebensmitteln müssen in Zukunft ab einem Prozent des Endproduktes gekennzeichnet werden. Laut Ärzte-Zeitung vom 13.6.02 sprach sich das Europäische Parlament mehrheitlich für die Abschaffung der 25-Prozent-Regel aus, wonach es bisher erlaubt war, Inhaltsstoffe in Lebensmitteln erst ab einem 25-prozentigen Anteil auszuweisen.

Bei aller Sorgfalt gegenüber der Ernährung sollte man eine Nahrungsmittelallergie nicht als alleinige Ursache für einen Neurodermitisschub sehen: Auch eine spezielle Hautpflege, die Haus- und Bett-Sanierung, Bekleidungs- und Waschregeln sind weiterhin zu berücksichtigen.
 
 
 
 
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