Schilddrüsenüberfunktion
Schilddrüsenüberfunktion
Wenn die Schilddrüse zu aktiv ist
Rund die Hälfte der Deutschen hat Probleme mit der Schilddrüse. Die
Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ am Kehlkopf. Sie produziert jodhaltige Hormone, die an vielen Stellen des Körpers Funktionen übernehmen. Ist nur wenig Jod in der Nahrung enthalten, vergrößert sich die Schilddrüse stark: Ein Kropf entsteht, er ist die häufigste Erkrankung der Schilddrüse. Um ihn zu vermeiden, sollte man deshalb immer zu jodhaltigem Speisesalz greifen.
Wenn die Schilddrüse zu aktiv ist, hat das viele Auswirkungen. Der Puls rast, man ist nervös, reizbar und unruhig. Die Betroffenen können sich nicht mehr gut konzentrieren und dadurch weniger leisten. Wärme wird schlecht vertragen, statt dessen schwitzen die Betroffenen auch im Winter stark. Der Schlaf ist gestört und trotz guten Appetits nimmt man ab. Durchfall, Muskelschwäche und Haarausfall kommen hinzu. Frauen leiden oft unter Zyklusstörungen und einer verminderten Fruchtbarkeit.
Der Arzt behandelt Schilddrüsen-Überfunktionen mit Arzneimitteln, den so genannten Thyreostatika. Sie hemmen die Produktion der Hormone. Ihre Wirkung setzt erst nach einigen Tagen ein. Zusätzlich werden oft Betablocker verordnet, die den Blutdruck senken und die Patienten ruhiger macht. Auch das Schwitzen, das von Betroffenen oft als sehr unangenehm empfunden wird, lässt nach. Eine vergrößerte Schilddrüse kann im Krankenhaus auch mit radioaktivem Jod behandelt werden. Es reichert sich im Drüsengewebe an und
zerstört das überaktive Gewebe in einem Umkreis von wenigen Millimetern. Auch Schilddrüsen-Krebs kann so behandelt werden. Zusätzlich sind Operationen möglich.
Quelle: ABDA








