Windeldermatitis
Windeldermatitis
Wenn Eltern bei ihren Säuglingen zum ersten Mal einen wunden, roten Po erleben, sollten sie den Weg zum Kinderarzt auf sich nehmen. Zu viele Krankheiten können sich dahinter verstecken, beispielsweise Ekzeme, Allergien oder eine Windeldermatitis.
Auslöser der Windeldermatitis ist der Hefepilz Candida. Er lässt sich problemlos mit Pilzmitteln bekämpfen. Die Pilzmittel enthalten meist die Wirkstoffe Nystatin oder Econazol und werden oft mit Zinkoxid kombiniert, weshalb die Pasten, Salben oder Cremes weiß aussehen und die Haut abdecken. Sie werden bei jedem Wickeln nach dem Saubermachen aufgetragen. Die vorgeschriebene Behandlungszeit von ein bis drei Wochen sollte unbedingt eingehalten werden, selbst wenn die Haut schon nach wenigen Tagen reizlos aussieht. Ansonsten kann es zu einem Rückfall kommen.
Manchmal befällt der Hefepilz nicht nur den Po, sondern den ganzen Magen-Darm-Trakt des Kindes. Das ist oft der Fall, wenn eine Windeldermatitis immer wiederkehrt. Aber auch der so genannte Mundsoor ist ein typisches Zeichen dafür. Das sind weißliche Beläge auf der Mundschleimhaut, die sich durch Reiben abwischen lassen. Diese Kinder erhalten dann zusätzlich zur lokalen Therapie ein Pilzmittel zum Einnehmen.
Was können die Eltern sonst noch tun? Das Trockenhalten der Haut ist besonders wichtig bei der Windeldermatitis, aber auch generell bei Babys, deren Haut unter der Windel häufig gereizt erscheint. Deshalb die Windeln möglichst häufig wechseln. Die Haut mit einem frischen Waschlappen und klarem Wasser reinigen, auf Seife besser verzichten. Bei Bedarf ein mildes Syndet dem Waschwasser zusetzen. Nach dem Waschen den Po bei niedrigen Temperaturen gut trocken fönen. Am besten darf das Kind mehrmals täglich mit nacktem Po an der frischen Luft strampeln.
Saure und scharfe Nahrungsmittel
fördern das Wundwerden. Versuchsweise sollten die Eltern eine Zeit lang dem Kind kein saures Obst, vor allem keine Zitrusfrüchte, Fruchtsäfte und saure Milchprodukte wie Joghurt geben. Eventuell sollte man auch mal die Windelmarke wechseln; denn manche Produkte enthalten Deodorantien und hautpflegende Zusätze, oder die Kinder schwitzen unter den Gummibündchen. Die traditionellen Stoffwindeln können eine empfehlenswerte Alternative sein, eventuell auch zeitlich begrenzt.
Quelle: ABDA








